Ärzte sollen nach Qualität bezahlt werden

Andreas Köhler, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).
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Andreas Köhler, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Berlin - Bezahlung gegen erbrachte Qualität: Dieses Honorar-Modell plant die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) für die niedergelassenen Ärzte.

Die rund 140 000 niedergelassenen Ärzte sollen künftig stärker nach Erfolgen bei Patienten bezahlt werden. “Das ärztliche Honorar wird sich immer mehr an der erbrachten Qualität orientieren“, sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, am Freitag in Berlin. So sollten Hausärzte Boni für Erfolge bei Bluthochdruckpatienten erhalten.

“Ein Qualitätszuschlag ist beispielsweise möglich, wenn die Behandlung dazu führt, dass der Blutdruck bei einem definierten Anteil an Patienten den Normbereich erreicht“, sagte Köhler. 48 Qualitätsindikatoren seien bereits entwickelt worden. Eine Erhöhung des ärztlichen Gesamthonorars sei dabei nicht notwendig. “Das Geld im Gesamttopf bleibt gleich“, versicherte Köhler. “Die Verteilung wird nur stärker nach Qualitätskriterien ausgerichtet.“

Auch einen zusätzlichen bürokratischen Aufwand solle es für die Ärzte nicht geben. “Uns geht es vielmehr darum, die Dokumentation in den Praxen zu standardisieren.“

dpa

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