Drei ISAF-Soldaten von Helfer getötet

Kabul - Bei zwei Angriffen auf Angehörige der internationalen Afghanistan-Schutztruppe Isaf sind am Samstag mindestens drei Soldaten und ein ziviler Mitarbeiter ums Leben gekommen.

Wie die Nato-geführte Truppe am Samstag mitteilte, handelte es sich in einem Fall um einen sogenannten Insider-Angriff. Dabei habe im Osten des Landes ein Mann in afghanischer Uniform zwei US-Soldaten und einen zivilen US-Mitarbeiter getötet. In der westlichen Provinz Farah kam ein italienischer Offizier bei einem Anschlag ums Leben. Drei weitere Italiener wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Rom verletzt.

Während die Isaf offiziell keine Einzelheiten zum Ort der Insider-Attacke mitteilte, sagte ein Sprecher des Gouverneurs der ostafghanischen Provinz Paktika, der Vorfall habe sich im dortigen Bezirk Khair Kot ereignet. Nach Angaben von afghanischer Seite wurde auch der Angreifer bei dem Schusswechsel getötet. Laut italienischem Verteidigungsministerium wurde das Fahrzeug der italienischen Soldaten in der Gegend der Stadt Farah in der gleichnamigen Provinz angegriffen, als sie sich auf dem Rückweg von einem gemeinsamen Einsatz mit afghanischen Truppen zu ihrem Stützpunkt befanden.

Staatspräsident Giorgio Napolitano und Regierungschef Enrico Letta zeigten sich bestürzt über den erneuten Todesfall bei den italienischen Truppen. Seit 2004 sind damit 53 Italiener in Afghanistan ums Leben gekommen, die meisten bei Angriffen und Anschlägen durch Aufständische.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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