Afghanistan-Konferenz in Bonn geplant

Hamid Karsai
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Der afghanische Präsident Hamid Karsai auf dem Nato-Gipfel.

Lissabon - Zehn Jahre nach Beginn des Afghanistan-Einsatzes soll im November 2011 auf einer großen politischen Konferenz in Bonn das weitere Vorgehen am Hindukusch beraten werden.

Der afghanische Präsident Hamid Karsai habe am Samstag

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auf dem Nato-Gipfel in Lissabon die Bereitschaft Deutschlands begrüßt, die Konferenz auszurichten, hieß es aus Diplomatenkreisen. Zu dem Treffen kommen voraussichtlich die Außenminister. Es werde eine politische Veranstaltung und keine Truppenstellerkonferenz sein.

Das ist Afghanistan

Das ist Afghanistan

Seit dem Sturz der Taliban vor acht Jahren sind Milliarden Hilfsgelder nach Afghanistan geflossen. © dpa
In dem Land am Hindukusch sind inzwischen mehr als 100.000 internationale Soldaten stationiert. © dpa
Afghanistan ist jedoch immer noch eines der korruptesten, ärmsten und gefährlichsten Länder der Welt © dpa
In Afghanistan leben auf einer Fläche, die knapp doppelt so groß ist wie Deutschland, rund 33 Millionen Menschen. © dpa
Dem Entwicklungsindex (HDI) der Vereinten Nationen zufolge ist Afghanistan derzeit das zweitärmste Land der Welt. Schlechter ist die Lage nur im Niger. © dpa
Der Index berücksichtigt neben dem Einkommen auch Faktoren wie Kindersterblichkeit, Unterernährung und Bildung. © dpa
Mehr als 50 Prozent der Afghanen leben Schätzungen zufolge unter der Armutsgrenze. © dpa
Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt laut Vereinten Nationen bei 44 Jahren (Deutschland: 80 Jahre). © dpa
Der Durchschnitt der ärmeren Länder liegt laut Weltbank bei 59 Jahren. © dpa
Auf dem Korruptionsindex 2009 von Transparency International ist Afghanistan weiter zurückgefallen und steht auf dem vorletzten Rang. Noch schlechter ist die Lage nur in Somalia. © dpa
Die Wirtschaftsleistung (BIP) lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) unter Einberechnung eines Kaufkraftausgleichs 2008 bei 21,4 Milliarden Dollar oder 760 Dollar pro Kopf. © dpa
Für 2009 rechnet der IWF mit einem BIP von 25,1 Milliarden Dollar. © dpa
Das Volumen des illegalen Opiumhandels wird von der Weltbank auf ein Drittel des regulären BIP geschätzt. © dpa
Afghanistan produziert mehr als 90 Prozent des weltweit gehandelten Opiums, woraus Heroin hergestellt wird. © dpa
Für Projekte der Entwicklungshilfe und des Wiederaufbaus sind von der Bundesregierung von 2002 bis 2010 mehr als 1,2 Milliarden Euro Hilfsgelder zugesagt. © dpa
Bis Mitte August 2009 wurden davon 830 Millionen Euro ausgezahlt. © dpa
Damit ist es das größte Empfängerland deutscher Entwicklungshilfe. © dpa

Die erste internationale Afghanistan-Konferenz fand Ende 2001 auf dem Petersberg bei Bonn statt. Danach gab es zahlreiche weitere Konferenzen, zuletzt Anfang des Jahres in London und im Sommer in Kabul. An diese beiden Treffen soll die Bonner Konferenz 2011 anknüpfen, hieß es aus deutschen Diplomatenkreisen.

Die Nato will auf ihrem Gipfeltreffen in Lissabon die Weichen für einen schrittweisen Abzug aus Afghanistan stellen. Bis 2014 will die internationale Schutztruppe Isaf die Verantwortung für die Sicherheit an die afghanische Armee und Polizei übergeben.

dpa

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