CDU-Spendenaffäre

Sohn von Kohl attackiert Merkel: „Mitschuld am Tod meiner Mutter Hannelore“

Angela Merkel und Helmut Kohl
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Angela Merkel und Helmut Kohl

Schwere Anschuldigungen gegen Angela Merkel: Der Sohn von Helmut Kohl macht die Bundeskanzlerin für den Tod seiner Mutter Hannelore mitverantwortlich.

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Sohn von Kohl attackiert Merkel: „Mitschuld am Tod meiner Mutter Hannelore“

Berlin  - Der Sohn des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl erhebt schwere Vorwürfe gegen Angela Merkel. Walter Kohl wirft der Kanzlerin eine Mitschuld am Tod seiner Mutter Hannelore vor. „Für mich hat Frau Merkel einen nicht unerheblichen Anteil am Tod meiner Mutter“, sagte Kohl in einem Interview mit dem Zeit Magazin. Hannelore Kohl hatte 2001 Selbstmord begangen.

Konkret nennt Walter Kohl Merkels Verhalten in der Parteispendenaffäre, das seiner Mutter angeblich so sehr zu schaffen machte. Der im

Kanzler der Einheit: Helmut Kohl ist tot

Im ersten Amtsjahr: Helmut Kohl während der Gespräche über deutsch-französische Wirtschaftsfragen im Oktober 1982. Foto: Egon Steiner
Im ersten Amtsjahr: Helmut Kohl während der Gespräche über deutsch-französische Wirtschaftsfragen im Oktober 1982. Foto: Egon Steiner © Egon Steiner
Eines der letzten Fotos von Helmut Kohl zeigt ihn im April 2016 mit dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban. Foto: Daniel Biskup
Eines der letzten Fotos von Helmut Kohl zeigt ihn im April 2016 mit dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban. Foto: Daniel Biskup © Daniel Biskup
Historischer Moment: Der französische Staatspräsident Francois Mitterrand und Bundeskanzler Helmut Kohl reichen sich 1984 über den Gräbern von Verdun die Hand. Foto: Wolfgang Eilmes
Historischer Moment: Der französische Staatspräsident Francois Mitterrand und Bundeskanzler Helmut Kohl reichen sich 1984 über den Gräbern von Verdun die Hand. Foto: Wolfgang Eilmes © Wolfgang Eilmes
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Helmut Kohl bei einer ihrer letzten Begegnungen. Foto: Uwe Anspach
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Helmut Kohl bei einer ihrer letzten Begegnungen. Foto: Uwe Anspach © Uwe Anspach
Einer der größten Momente seines Lebens: Bei der Einheitsfeier am 3. Oktober 1990 winkt Helmut Kohl in die Menge, flankiert von Hans-Dietrich Genscher, Hannelore Kohl und Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Foto: Wolfgang Kumm
Einer der größten Momente seines Lebens: Bei der Einheitsfeier am 3. Oktober 1990 winkt Helmut Kohl in die Menge, flankiert von Hans-Dietrich Genscher, Hannelore Kohl und Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Foto: Wolfgang Kumm © Wolfgang Kumm
Altbundeskanzler Helmut Kohl spricht im September 2010 im Hessischen Landtag. Foto: Fredrik von Erichsen
Altbundeskanzler Helmut Kohl spricht im September 2010 im Hessischen Landtag. Foto: Fredrik von Erichsen © Fredrik von Erichsen
Beim Europa-Wahlkampfauftakt der CDU spricht Altkanzler Helmut Kohl im Mai 2004 in der Messehalle Saarbrücken. Foto: Reiner Voß
Beim Europa-Wahlkampfauftakt der CDU spricht Altkanzler Helmut Kohl im Mai 2004 in der Messehalle Saarbrücken. Foto: Reiner Voß © View
Sieben Jahre nach dem Tod seiner Frau Hannelore heiratete der Altkanzler Maike Kohl-Richter. Foto: David-Wolfgang Ebener
Sieben Jahre nach dem Tod seiner Frau Hannelore heiratete der Altkanzler Maike Kohl-Richter. Foto: David-Wolfgang Ebener © David-Wolfgang Ebener
Helmut Kohl wird am 17. Januar 1991 von der damaligen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth im Bundestag in Bonn vereidigt. Foto: Martin Gerten
Helmut Kohl wird am 17. Januar 1991 von der damaligen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth im Bundestag in Bonn vereidigt. Foto: Martin Gerten © Martin Gerten

war damals 25 Jahre CDU-Chef und 16 Jahre lang Bundeskanzler, als er im November 1999 mitteilte, dass er Spenden an die Partei in Millionenhöhe nicht deklariert hatte. Angela Merkel - damals CDU-Generalsekretärin - distanzierte sich daraufhin in einem FAZ-Gastbeitrag öffentlich und deutlich von Helmut Kohl.

Angela Merkel: Kohl-Sohn nennt ihr Verhalten „schäbig“

Walter Kohl sagte im Interview, es gehe ihm gar nicht um Merkels Brandbrief an sich, er kritisierte vielmehr ihr menschliches Verhalten. Merkel habe damals im Machtkampf „das Leid meiner Mutter einfach als Kollateralschaden hingenommen“, sagte er und nannte ihr Verhalten „schäbig“. Merkel habe gewusst, dass sie eine Lawine lostreten und Kohls Familie schwer beschädigen würde. Sie habe damals „zu keinem Zeitpunkt öffentlich gesagt: Lasst die Familie aus dem Spiel. Dabei wusste sie genau, dass meine Mutter schwer krank war“, beklagte Kohl.

Doch er ging noch weiter. Mutter Hannelore soll sich von Angela Merkel verraten gefühlt haben, obwohl sie mit der Spenden-Affäre nichts zu tun hatte. „Meine Mutter wurde auf übelste Art geschmäht, sogar als ‚Spendenhure‘ beschimpft, ihr wurde alles Mögliche angedichtet. Sie verlor dadurch ihr Gesicht, sie wurde zur Unperson.“

Video: Hat die Kanzlerin einen Tremor?

Angela Merkel und Hannelore Kohl verband früher Freundschaft

Die Anschuldigung wiege um so schlimmer, da Hannelore Kohl und Angela Merkel früher eine enge Freundschaft verband. Kohl führte als Beispiel Protokolle aus dem CDU-Präsidium an, in denen sie sagte, man dürfe Helmut Kohl „nicht im Regen stehen lassen. Vor allem müssen wir auch seine Familie schützen.“ Walters Vater Helmut soll ihm die Protokolle gezeigt haben, sagte er im Zeit Magazin.

Die Spendenaffäre hatte damals hohe Wellen geschlagen, in deren Folge Wolfgang Schäuble aus dem Amt des Parteichefs verdrängt wurde und Angela Merkel dessen Nachfolgerin wurde. Der damalige CDU-Schatzmeister Walther Leisler Kiep wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Helmut Kohl entschied, zur Bundestagswahl 2002 nicht wieder anzutreten. Heute schwelt ein Streit um seine Memoiren, in dem Kohls Witwe aus zweiter Ehe den früheren Ghostwriter ihres Mannes, Heribert Schwan, heftig kritisiert. Zwei Jahre nach dem Tod des Einheitskanzlers veröffentlicht eine Berliner Immobilienmaklerin ein Buch - sie will viele Jahre lang die Geliebte des Kanzlers gewesen sein. 2019 packt sie über die geheime Affäre mit Helmut Kohl aus.

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