Obama: Anschlag in Moskau "abscheulicher Terrorakt"

Moskau - Mit Bestürzung und Abscheu haben Politiker auf den Anschlag auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo mit zahlreichen Todesopfern und Verletzten reagiert. US-Präsident Obama spricht von einem "abscheulichen Terrorakt".

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) drückte in einem Kondolenztelegramm an Russlands Präsidenten Dmitri Medwedjew ihr tiefempfundenes Mitgefühl aus. Sie bat ihn, den Betroffenen und den Angehörigen der Opfer ihre Anteilnahme zu übermitteln und wünschte den Verletzten rasche Genesung.

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) verurteilte “diese grausame Bluttat auf das Schärfste“ und fügte hinzu: “Dieser barbarische Akt ist durch nichts zu rechtfertigen.“

Auch SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sowie die Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth und Cem Özdemir brachten Trauer und Mitgefühl zum Ausdruck.

US-Präsident Barack Obama hat den Selbstmordanschlag auf dem internationalen Moskauer Flughafen als “abscheulichen Terrorakt gegen das russische Volk“ verurteilt. Es handele sich um eine “vorsätzliche Attacke auf unschuldige Zivilisten“, hieß es in einer Erklärung des Präsidenten. Er unterstrich darin die Solidarität der USA mit Russland. “Wir teilen Ihre Trauer und stehen entschlossen in unserem gemeinsamen Kampf gegen jene an Ihrer Seite, die Terrorismus für politische Ziele benutzen.“ Bei dem Anschlag wurden am Montag mindestens 35 Menschen getötet und bis zu 130 verletzt. Vermutlich sprengte sich ein Attentäter aus dem Konfliktgebiet im russischen Nordkaukasus in die Luft.

Nato spricht von "gemeinsamer Bedrohung"

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat den verheerenden Selbstmordanschlag auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo mit mindestens 35 Toten scharf verurteilt. “Wir sind zusammen in diesem Kampf“, sagte der Däne am Montag in Brüssel an die Adresse Moskaus. Die Nato bemüht sich seit längerem, Russland bei wichtigen Vorhaben einzubinden, unter anderem bei der geplanten Raketenabwehr in Europa. “Das ist eine gemeinsame Bedrohung, die wir vereint angehen müssen“, sagte Rasmussen mit dem Blick auf das Attentat. “Die Nato drückt ihre Solidarität mit dem russischen Volk und der Regierung aus.“

dapd/dpa

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