Arabische Liga fordert Flugverbotszone über Libyen 

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Muammar al-Gaddafi

Kairo - Die Außenminister der Arabischen Liga haben am Samstag den UN-Sicherheitsrat aufgefordert, eine Flugverbotszone über Libyen zu verhängen.

Dies verlautete auf einem Treffen der Außenminister der Mitgliedsländer der Organisation in Kairo, berichteten ägyptische Medien unter Berufung auf Delegationskreise. Lediglich die Vertreter Syriens und Algeriens schlossen sich dem Aufruf nicht an, hieß es. Die Organisation, der 22 arabische Staaten aus Nordafrika und Vorderasien angehören, beschlossen außerdem, mit dem libyschen Nationalrat - der politischen Vertretung der Aufständischen in Libyen - in Verbindung zu treten.

Eine Delegation des Regimes von Muammar al-Gaddafi durfte an dem Treffen nicht teilnehmen. Die Liga hatte die Mitgliedschaft Libyens zu Monatsbeginn ausgesetzt. Die internationale Gemeinschaft, darin eingeschlossen die Europäische Union (EU), diskutiert seit Tagen die Verhängung einer Flugverbotszone über Libyen, um Gaddafi an Massakern und Verbrechen an der Zivilbevölkerung zu hindern. Eine derartige Maßnahme müsste aber auch mit militärischen Mitteln durchgesetzt werden.

Die Zustimmung der Arabischen Liga wird deshalb von der internationalen Politik als unabdingbar betrachtet. Sie könnte außerdem den Weg zu einer Ermächtigung durch den UN-Sicherheitsrat ebnen.

dpa

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