EU will Weg aus Luftfahrt-Chaos finden

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Wissenschaftler vom Institut für Physik der Atmosphäre verladen am Sonntag in Oberpfaffenhofen (Oberbayern) technische Messgeräte. Die Wissenschaftler wollen Auskunft über die Teilchendichte und Teilchengröße der Aschewolke einholen, die derzeit über Deutschland liegt.

Brüssel - Europa will gemeinsam einen Weg aus dem Luftfahrt-Chaos finden. Dazu soll sich die EU auf eine neue Methode einigen, mit der die Gefahr der Aschewolke beurteilt werden soll.

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“Es wird eine europäische Entscheidung in dieser Sache geben“, sagte Spaniens Staatssekretär für Europapolitik, Diego López Garrido, am Sonntag in Brüssel. Spanien hält derzeit den EU-Ratsvorsitz. Wie Garrido weiter sagte, will sich die EU auf eine neue Methode einigen, mit der die Gefahr der Aschewolke beurteilt wird. Bisher richten sich die Mitgliedstaaten nach Vorgaben des Beratungszentrums für Vulkanasche in London, das seine Vorhersagen am Computer berechnet und dafür auf Daten vonanderen Kontinenten zurückgreift. “Es ist klar, dass wir so nicht weitermachen können“, sagte Garrido. Der Kompromiss solle bei einem Treffen am Montag in Brüssel beratschlagt werden, das um 17 Uhr beginnt. “Es geht darum, eine akkuratere und konkretere Lösung für die Einschätzung der tatsächlichen Gefahr zu finden“, sagte Garrido.
Bei dem Treffen - an dem die EU-Kommission, die Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol, die spanische Ratspräsidentschaft und Experten aus den betroffenen Staaten teilnehmen - sollen auch die Ergebnisse bisheriger Probeflüge berücksichtigt werden. Unter anderem hatte die Lufthansa am Wochenende Maschinen aufsteigen lassen - nach eigenen Angaben ohne eine Beeinträchtigung festzustellen.

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Aus Luftfahrtkreisen verlautete unterdessen, dass nach einigen Fluggesellschaften auch der Flugzeugbauer Airbus einen Testflug starten wolle. Dazu solle der Super-Airbus A380 an diesem Montag in Toulouse abheben, hieß es. Die europäischen Verkehrsminister wollen außerdem am Montag in einer Videokonferenz über die aktuelle Lage sowie mögliche Folgen beraten.

Flughäfen wollen europaweite Abstimmung

Die deutschen Flughäfen haben angesichts der Vulkanaschewolke aus Island eine europaweite Abstimmung bei der Krisenbewältigung gefordert. “Es ist dringend erforderlich, dass europaweit geltende Lösungen gefunden werden. Die deutschen Flughäfen erwarten von den europäischen Verkehrsministern, dass sie sich umgehend auf einheitliche Verfahren bei der Sperrung des Luftraums verständigen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbands ADV, Ralph Beisel am Sonntag.

“Es wäre sinnvoll, wenn Erkenntnisse aus Messungen und Testflügen in den einzelnen Mitgliedstaaten zusammengetragen werden, um die Gefahrensituation möglichst verlässlich einschätzen zu können“, sagte Beisel. Er rief zudem erneuert dazu auf, die Betriebszeiten für die Flughäfen zu lockern, um nach einer Aufhebung der Sperrung des Luftraums so schnell wie möglich zu einem regulären Flugbetrieb zurückkehren zu können.

dpa

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