Assad spricht von Krieg und Zerstörung Syriens

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Damaskus - Syrien befindet sich nach den Worten von Präsident Baschar al-Assad in einem Krieg. Zudem bezeichnete er die Teilnehmer der Demokratiebewegung als "Terroristen".

"Wir stehen vor einem richtigen Krieg", sagte Assad am Sonntag während der ersten Sitzung des neu gewählten Parlaments in Damaskus. Syrien drohten Zwietracht und Zerstörung. Assad kündigte an, die "Schlacht gegen Terroristen" fortzusetzen. Einen politischen Dialog mit der Auslandsopposition lehnte der Staatschef ab.

Mit Terroristen umschreibt das syrische Regime die Protest- und Demokratiebewegung, die seit März 2011 für eine Ende der Assad-Herrschaft auf die Straße geht. Seitdem sind nach UN-Angaben weit mehr als 10 000 Menschen ums Leben gekommen. Die Opposition spricht von 14 000 Toten.

Assad äußerte sich einen Tag, nachdem die Arabische Liga den Druck verschärft hatte. Die Außenminister der Liga forderten einen Zeitplan, nach dem der Friedensplan von UN-Vermittler Kofi Annan umgesetzt wird.

Annan hatte gewarnt, dass in Syrien von Tag zu Tag die Gefahr eines Bürgerkrieges wachse. Besorgniserregend sei, dass die verschiedenen Religionsgruppen immer mehr in den Konflikt hereingezogen werden könnten. Dies könnte auch auf die Nachbarländer Syrien übergreifen.

Der Sechs-Punkte-Plan Annans sieht unter anderem vor, dass die syrische Führung ihre Streitkräfte aus Bevölkerungszentren zurückzieht, politische Gefangene freilässt und humanitäre Hilfe gestattet. Ziel ist ein Ende der Gewalt.

Oppositionsgruppen hatten die Parlamentswahl am 7. April als Farce bezeichnet und deshalb boykottiert.

dpa

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