Atomprogramm: Iran will wieder verhandeln

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Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte vor zwei Wochen die generelle Verhandlungsbereitschaft seines Landes bekundet.

Brüssel - Der Iran ist zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über sein Atomprogramm ab dem 10. November bereit. Die EU-Außenpolitikchefin Catherine Ashton spricht von einem großen Moment.

Dies gab EU-Außenpolitikchefin Catherine Ashton am Freitag in Brüssel bekannt. Sie habe einen Brief aus Teheran erhalten, in dem das Datum genannt werde. Nun stehe sie in Kontakt mit dem Iran, um den genauen Zeitpunkt und den Ort für die Gespräche zu vereinbaren. “Dies ist ein bedeutender Moment“, fügte Ashton hinzu.

Die EU-Außenminister hatten erst am Montag neue Sanktionen gegen den Iran verhängt. Aus Sicht Europas ist die Kooperation Teherans in Bezug auf das umstrittene Atomprogramm nicht ausreichend.

Das iranische Waffenarsenal

Das iranische Waffenarsenal

“Ich habe immer gesagt, das Ziel der Sanktionen ist es, den Iran zur Wiederaufnahme von Verhandlungen zu bringen“, erklärte Ashton. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte vor zwei Wochen die generelle Verhandlungsbereitschaft seines Landes bekundet. Ein Zeitrahmen blieb aber bislang offen.

Ahmadinedschad betonte überdies, vor substanziellen Fortschritten müsse der Westen seinen Standpunkt gegenüber dem mutmaßlichen israelischen Atomwaffenarsenal klären. Diplomaten sehen darin ein Ablenkungsmanöver, um die iranischen Ambitionen zu verschleiern.

Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm waren im vergangenen Jahr gescheitert. Der Iran war nicht ausreichend auf einen Vorschlag eingegangen, Uran im Ausland anreichern zu lassen. Der Westen wirft dem Iran vor, sein ziviles Atomprogramm als Deckmantel für die Entwicklung von Atomwaffen zu nutzen, was die Regierung entschieden zurückweist.

dapd

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