Jemenitischer Präsident will keine neue Amtszeit

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Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Salih will keine neue Amtszeit antreten.

Sanaa/Istanbul - Wie der ägyptische Präsident Husni Mubarak verzichtet auch der jemenitische Präsident Ali Abdullah Salih wegen Protesten gegen seine Führung auf eine weitere Amtszeit.

Salih habe dem Parlament erklärt, er wolle seine Macht auch nicht an seinen Sohn übergeben, berichtete ein dpa-Mitarbeiter. Salih kündigte eine Verschiebung der für April geplanten Parlamentswahl sowie die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit an.

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Salih habe seine Absichten einen Tag vor erwarteten größeren Protesten gegen sein Regime erklärt, hieß es. Er ist seit 1978 im Amt. Seine jetzige Amtszeit läuft bis 2013. Präsident Salih arbeitet mit den USA bei der Bekämpfung der Al-Kaida-Terroristen zusammen, die sich in einigen Regionen des Jemens versteckt halten.

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa hatten in der vergangenen Woche Tausende Oppositionelle gegen die Politik von Präsident Salih demonstriert. An den Protesten beteiligten sich Anhänger verschiedener Oppositionsparteien, unter anderem auch Islamisten.

dpa

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