Mit französischem Außenminister

Steinmeier besucht erstmals Konfliktgebiet in der Ost-Ukraine

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Außenminister Frank-Walter Steinmeier (r, SPD) geht am 15.09.2016 auf dem Flughafen in Dnipro (Ukraine) zu einem Hubschrauber

Kiew - Erstmals seit dem Beginn der Ukraine-Krise reisen Außenminister Steinmeier und sein französischer Kollege Ayrault in das Konfliktgebiet im Osten des Landes. Sie haben eine Mission.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und sein französischer Kollege Jean-Marc Ayrault sind am Donnerstag erstmals seit dem Beginn der Ukraine-Krise in das Konfliktgebiet im Osten des Landes gereist. Wie eine AFP-Reporterin berichtete, trafen die Minister in der Stadt Kramatorsk ein, die von den ukrainischen Regierungstruppen kontrolliert wird, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen.

Nach Angaben des Auswärtigen Amts wollen die Minister auch Vertreter der Beobachtermission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) treffen. In der Ukraine war in der Nacht zum Donnerstag eine neuerliche Waffenruhe in Kraft getreten. Die Vereinbarung für die Konfliktgebiete im Osten wurde bei einem Besuch Steinmeiers und Ayraults in Kiew bekannt gegeben.

Wie Steinmeier ausführte, soll die Feuerpause mindestens eine Woche halten und wird von den Regierungen in Moskau und Kiew unterstützt. In der Ostukraine bekämpfen sich ukrainische Regierungstruppen und prorussische Separatisten, vereinbarte Waffenruhen wurden in der Vergangenheit immer wieder gebrochen. Seit dem Beginn des Konflikts im Frühjahr 2014 wurden in dem Konflikt mehr als 9500 Menschen getötet.

Beim Besuch in der Ukrainer von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayraults stehen die Bemühungen um den Frieden im Osten des Landes im Mittelpunkt. Die Friedensvereinbarungen aus dem Februar 2015 („Minsk-Abkommen“) sind bis heute nur zu einem geringen Teil umgesetzt.

afp/dpa

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