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Baerbock sieht aktuell keine Chance auf Verhandlungen mit Russland 

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Von: Lukas Zigo

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Der Krieg in der Ukraine fordert unvermindert Opfer. Eine Grundlage für eine diplomatische Lösung sieht Annalena Baerbock jedoch nicht.

Berlin – Viereinhalb Monate läuft der Krieg in der Ukraine bereits. Eine diplomatische Lösung hält Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) derzeit nicht für möglich. „Worüber kann man mit jemandem verhandeln, der nicht mal bereit ist, mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz humanitäre Korridore für die Flucht von Zivilisten zu vereinbaren?“, sagte die Grünen-Politikerin dem Magazin Stern. Schon seit Ende Februar läuft der russische Angriffskrieg gegen das Nachbarland.

Außenministerin Baerbock in Japan
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne). © Britta Pedersen/dpa

Ebenso wie Baerbock die zuletzt lauter werdenden Forderungen nach einem sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen zurück, wie dies eine Reihe von deutschen Prominenten in einem offenen Brief verlangt hatten.

„Als Ukrainer empfände ich den Brief als naiv, verstörend, überheblich“, sagte sie. „Welches Recht hätte ausgerechnet eine deutsche Außenministerin, für die Ukraine zu entscheiden, welchen Teil ihres Landes sie bitte schön abgibt, wie viele Millionen ihrer Bürgerinnen und Bürger sich Russlands Herrschaft zu unterwerfen haben?“

G20-Gipfel: Sergej Lawrow verlässt G20 direkt nach seiner Rede

Derweil gab die Außenministerin an, seit Kriegsbeginn keinen direkten Kontakt zu ihrem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow gehabt zu haben. Sie wünsche sich, sagen zu können: „Komm, Sergej, jetzt lass uns mal über den Frieden verhandeln.“ Sie bezweifle aber, dass Lawrow noch ein Mandat der russischen Führung habe. „Welche Rolle der russische Außenminister darin überhaupt spielt, ist fraglich“, sagte die Außenministerin mit Blick auf Präsident Wladimir Putin.

Vergangene Woche waren Baerbock und Lawrow bei einem Treffen der G20-Außenminister führender und aufstrebender Wirtschaftsmächte auf Bali. Es war jedoch ein diplomatisch sehr heikles Treffen. Lawrow verließ den Sitzungssaal nach seiner Rede jedoch, ohne sich Baerbocks Antwort anzuhören. (lz/dpa)

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