Menschenrechtslage in Volksrepublik

Baerbock reist „definitiv nicht“ zu Olympia nach Peking - jetzt sagt auch Innenministerin Faeser ab

Annalena Baerbock
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Bundesaußenministerin Annalena Baerbock wird nicht zu den Olympischen Winterspielen nach Peking reisen.

Außenministerin Annalena Baerbock wird nicht zur Olympia in China reisen. Dabei handele es sich um eine persönliche Entscheidung.

Update vom 29. Dezember, 13 Uhr: Nach Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat auch die für Sport zuständige Innenministerin Nancy Faeser (SPD) angekündigt, nicht zu den Olympischen Winterspielen nach Peking zu reisen. „Die Bundesinnenministerin hat für sich selbst entschieden, schon aus Pandemiegründen nicht selbst nach Peking zu reisen“, sagte Ministeriumssprecher Steve Alter am Mittwoch in Berlin.

Der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner ließ offen, ob Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach Peking reisen wird oder nicht. Er verwies darauf, dass es noch Abstimmungen mit den EU-Partnern über eine Teilnahme an den Olympischen Spielen gebe. „Diesem Abstimmungsprozess kann ich hier nicht vorgreifen.

Erstmeldung vom 29. Dezember, 9.30 Uhr:

Berlin – Bundesaußenministerin Annalena Baerbock* wird im Februar nicht zu den Olympischen Winterspielen nach Peking reisen. „Ich bin großer Sportfan, aber zu Olympia werde ich in dieser Zeit definitiv nicht fahren - das war für Außenminister auch in der Vergangenheit nicht üblich“, sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Das sei aber ihre persönliche Entscheidung. Zur Frage eines diplomatischen Boykotts der Spiele suche man derzeit noch eine gemeinsame Linie mit den EU-Partnern.

Olympische Winterspiele in China: Sport-Veranstaltung wegen Menschenrechtslage in Kritik

Die USA haben schon vor Wochen angekündigt, keine offiziellen Vertreter zu den Spielen nach China zu entsenden. Australien, Kanada, Großbritannien und Neuseeland schlossen sich an. Hintergrund ist unter anderem die Menschenrechtslage in dem bevölkerungsreichsten Land der Welt. Die Führung in Peking steht wegen ihres Umgangs mit Minderheiten wie den Uiguren und Tibetern in der Kritik, aber auch wegen der Unterdrückung der Demokratiebewegung in Hongkong oder seinen Drohungen gegen Taiwan.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat einen politischen Boykott der Olympischen Winterspiele als inakzeptabel* kritisiert. „Das ist eine nicht hinnehmbare und falsche Entscheidung“, sagte er auf seiner großen Jahrespressekonferenz kurz vor Weihnachten. „Wir waren immer gegen eine Politisierung des Sports.“ Der Kremlchef will im Februar zur Eröffnung der Spiele nach Peking reisen. (dpa/aka) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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