Bagdad: Zwölf Tote bei Anschlag

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Iraks Regierungschef Nuri al-Maliki (l) und Ijad Allawi, der Führer der Al-Irakija-Liste.

Bagdad - Bei einem Anschlag am Vorabend der ersten Sitzung des neuen irakischen Parlaments sind am Sonntag in Bagdad mindestens zwölf Menschen getötet worden.

Der Anschlag ereignete sich vor der Zentralbank in Bagdad, gerade als die Angestellten nach Hause gingen. Mehr als 30 Menschen wurden nach Medienberichten verletzt.

Das neu gewählte irakische Parlament soll am Montag zu seiner erster Sitzung zusammentreten. Kurz zuvor hatten sich die religiösen Schiiten-Parteien und die Allianz von Ministerpräsident Nuri al-Maliki offiziell zu einer gemeinsamen Fraktion zusammengeschlossen. Der neue Block ist mit 159 von insgesamt 325 Mandaten nun die größte Fraktion. Ex-Regierungschef Ijad Allawi hatte mit seiner Al-Irakija-Liste bei der Parlamentswahl am 7. März die meisten Stimmen erhalten und 91 Sitze gewonnen vor Al-Malikis-Bündnis (89) und der Allianz der religiösen Schiiten (70). Er besteht darauf, dass er als Vorsitzender der Fraktion, die von den Wählern die meisten Sitze zugesprochen bekommen hat, den Auftrag zur Bildung der neuen Regierung erhält. Al-Maliki und seine Verbündeten meinen jedoch, sie hätten das Recht, den Regierungschef zu stellen, da ihre Fraktion bei der ersten Sitzung des Parlaments größer ist als die Fraktion Allawis.

dpa

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