Innenminister will bessere Ausstattung

Herrmann fordert mehr Geld für die Bundeswehr

+
Herrmann will bei "extremer Bedrohung" die Bundeswehr auch im Innern einsetzen.

München - "Es ist viel zu viel gespart worden an der Bundeswehr“, kritisiert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Für deren Ausstattung fordert er deshalb mehr Geld. 

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) fordert eine Erhöhung des Etats für die Bundeswehr. „Ganz klar ja. Es ist meines Erachtens viel zu viel gespart worden an der Bundeswehr“, sagte Herrmann dem CSU-Parteiorgans „Bayernkurier“. Die Bundeswehr müsse personell wieder ein Stück weit auf- und ausgebaut werden. „Sie muss auch die entsprechende Ausstattung haben“, betonte Herrmann.

Bei "extremer Bedrohung" auch im Innern

Nach den jüngsten Gewalttaten und Anschlägen in Bayern hatte Herrmann bereits gefordert, die Bundeswehr müsse künftig auch im Inland eingesetzt werden dürfen. Dies ist bislang rechtlich nicht möglich, laut Herrmann aber genau wie in anderen europäischen Ländern „in Fällen akuter, extremer Bedrohung“ zur Unterstützung der Sicherheitskräfte notwendig. Dazu benötige die Bundeswehr aber eine „hochmoderne, funktionsfähige Ausstattung, die genau diesen Anforderungen auch gerecht werden kann“, sagte Herrmann.

In der Vergangenheit hatte auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) eine Aufstockung des Wehretats gefordert. Ob die Bundeswehr aber auch wie von Herrmann gefordert im Inneren eingesetzt werden soll, ist in der großen Koalition umstritten. SPD-Chef Sigmar Gabriel bezeichnete die Forderung jüngst als „Scheindebatte“.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Demo, Trump und Syrien: Hier gibt‘s den Siko-Ticker zum Nachlesen

München - Tag drei der Siko: Am Sonntag standen als Hauptthemen der Syrien-Konflikt, das Atomabkommen mit dem Iran und die US-Außenpolitik auf der …
Demo, Trump und Syrien: Hier gibt‘s den Siko-Ticker zum Nachlesen

U-Ausschuss: Merkel will an Geheimdienst-Kooperation mit USA …

Berlin - Nach knapp drei Jahren und weit mehr als 100 Sitzungen beendet der NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags seine Beweisaufnahme. …
U-Ausschuss: Merkel will an Geheimdienst-Kooperation mit USA festhalten

Bericht: Trumps Team kungelte mit russischem Geheimdienst

New York - Führende Mitarbeiter des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump hatten einem Bericht der "New York Times" zufolge Kontakte zu …
Bericht: Trumps Team kungelte mit russischem Geheimdienst

Kommentare