Bayerns Innenminister warnt vor "Panikmache" in Atomdebatte

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU)

Straubing - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) warnt die Union vor überzogenen Reaktionen auf die Atomkatastrophe in Japan.

Herrmann sagte dem “Straubinger Tagblatt“ (Dienstagausgabe): “Wir wollen den Umstieg auf regenerative Energien, aber wir sollten uns an keiner Panikmache beteiligen.“

Im Übrigen wäre ein Ersatz der Kernkraft in Deutschland durch regenerative Energien in den nächsten zehn bis 20 Jahren “nur machbar, wenn wir gleichzeitig unsere bisherigen Klimaschutzziele aufgeben“. Der CSU-Politiker fügte hinzu: “Gerade dies wäre aber ökologisch kaum vertretbar.“

Er sei zudem “skeptisch, dass dieser schnelle Ausstieg aus der Kernenergie tatsächlich von den Bürgern gewollt wird, wenn ihnen alle damit verbundenen Konsequenzen klar sind, insbesondere die finanziellen“. Man müsse sich zudem darüber unterhalten, “ob der Ausbau regenerativer Energien in erster Linie dazu dienen soll, Kernenergie zu ersetzen oder aber die klimafeindlichen CO2-haltigen Energieträger Kohle, Öl und Gas“.

dapd

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