Becker-Verteidiger: Buback übt Selbstjustiz

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Die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker (M) mit ihren Anwälten Walter Venedey (l) und Hans Wolfgang Euler (r) im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts in Stuttgart.

Stuttgart - Im Prozess gegen Verena Becker hat ein Verteidiger der Angeklagten den Nebenkläger Michael Buback scharf kritisiert. Beckers Verteidiger fordern indes Freispruch.

Bubacks Aussage, er wisse, was am 7. April 1977 geschehen sei, sei als „Bekenntnis zur Selbstjustiz“ zu werten, sagte Walter Venedey am Dienstag in seinem Plädoyer vor dem Oberlandesgericht Stuttgart. Mit dessen „ungerechtfertigten Angriffen“ habe er sich über Gesetzte gestellt. Bubacks Auffassung sei eine „Flucht aus der Realität“.

Buback geht davon aus, dass Becker im April 1977 seinen Vater, den damaligen Generalbundesanwalt, selbst erschossen hat. Anklage und Verteidigung sehen dafür keinerlei Anhaltspunkte. Kritik äußerte Venedey auch an einigen Medien und an der Bundesanwaltschaft.

Verena Beckers Verteidiger wollen Freispruch

Die Verteidigung will indes einen Freispruch für die angeklagte Ex-Terroristin Verena Becker erreichen. „Wir werden am Ende dieses Plädoyers - das wird nicht weiter überraschen - einen Freispruch beantragen“, sagte Verteidiger Walter Venedey am Dienstag vor dem Oberlandesgericht Stuttgart. „Die Hauptverhandlung lässt keinen Raum mehr für die Tatsachenbehauptung, dass Frau Becker am 7.4.1977 auf der Suzuki gesessen hätte.“

Buback und seine beiden Begleiter waren von Terroristen der Rote Armee Fraktion (RAF) von einem Motorrad aus erschossen worden. Die Bundesanwaltschaft hatte viereinhalb Jahre Haft wegen Beihilfe zu dem Mordanschlag beantragt.

dpa/dapd

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