Bericht: Regierung kommt Atomkonzernen entgegen

Berlin - Im Streit um den Atomausstieg will die Bundesregierung den Energiekonzernen einem Medienbericht zufolge weiter entgegenkommen als bislang bekannt. Was das konkret heißt:

Das berichtet die “Süddeutschen Zeitung“. Anders als zuletzt verlautbart sollten die AKW-Betreiber auch die Stromkontingente der sieben vom sofortigen Aus betroffenen Altmeiler auf jüngere Kraftwerke übertragen dürfen, berichtet das Blatt (Mittwoch) unter Berufung auf den Entwurf für die Novelle des Atomgesetzes.

Ursprünglich war eine solche Regelung nur für die Strommengen des stillgelegten Reaktors Mülheim-Kärlich sowie des Pannenmeilers Krümmel vorgesehen. Nach Berechnungen des Öko-Instituts dürften damit alle verbleibenden neun Kernkraftwerke binnen eines Jahres, nämlich zwischen 2021 und 2022 vom Netz gehen, heißt es in dem Bericht. Die Grünen kritisierten dies scharf. Der Atomausstieg entpuppe sich als “Laufzeitgarantie für Atomkraftwerke“, sagte Fraktionschef Jürgen Trittin der Zeitung. “Der Kampf um den endgültigen Ausstieg aus der Atomkraft wird damit nur vertagt.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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