Für 224.400 Kinder

Betreuungsgeld immer beliebter

Wiesbaden - Die Nachfrage nach dem Betreuungsgeld für Kleinkinder ist gestiegen. Im zweiten Quartal 2014 wurde es bundesweit für rund 224 400 Kinder ausgezahlt.

In den ersten drei Monaten des Jahres waren es etwa 78.600 weniger, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Der aktuellen Statistik zufolge wird das Betreuungsgeld fast ausschließlich von Müttern bezogen, ihr Anteil lag bei rund 95 Prozent. Die meisten Leistungsbezieher leben in Westdeutschland, nur rund 7,9 Prozent im Osten der Republik. Zudem nutzen Eltern in Ostdeutschland das Betreuungsgeld deutlich kürzer - etwa 78 Prozent der Familien im Westen stellten einen Antrag für den vollen Zeitraum von 22 Monaten. Im Osten waren es nur 40 Prozent.

Das Betreuungsgeld war zum 1. August 2013 eingeführt worden. Eltern, die für ihr Kind im zweiten und dritten Lebensjahr keine öffentlich geförderte Betreuung in Anspruch nehmen, bekamen zunächst 100 Euro Betreuungsgeld pro Monat, seit Anfang dieses Monats sind es 150 Euro. Die auf Druck der CSU eingeführte Leistung ist allerdings äußerst umstritten. Eine Studie hatte ergeben, dass das Betreuungsgeld insbesondere von Familien mit Eltern ohne Bildungsabschluss oder nur einem Hauptschulabschuss in Anspruch genommen wird.

dpa/AFP

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