Sie will Vergangenheit hinter sich lassen

Bettina Wulff: Was steht in ihrem Buch?

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Bettina Wulff will eine eigene PR-Firma gründen.

Berlin - Schon ist vom Comeback die Rede: Erst geht Bettina Wulff gegen die Rotlicht-Gerüchte vor, in Kürze kommt ihr Buch auf den Markt. Gar nicht ungeschickt.

Es war ein tiefer Sturz: An der Seite ihres Mannes hatte es Bettina Wulff zur „First Lady“ in Deutschland gebracht, dabei „Bella Figura“ gemacht und dem blassen Christian Wulff mehr als einen Hauch von Glamour verpasst. Doch dann kam Wulffs Rücktritt als Bundespräsident, der Umzug vom Schloss Bellevue nach Großburgwedel. Und immer wieder diese Gerüchte über ihr Vorleben. Doch jetzt startet Bettina Wulff durch - sie versucht es jedenfalls.

Von Anfang an hatten die Bundesbürger sie als starke Frau erlebt. Bettina Wulff (38) war die jüngste unter den deutschen Präsidenten-Gattinnen. Sie wirkte modern - Tattoo auf dem Oberarm, Patchwork-Familie mit Spielecke im Schloss. Und selbst in der schwersten Krise, als ihr Mann schon wegen seiner Hauskredit-Affäre massiv unter Druck stand, versteckte sie sich nicht: Beim Neujahrsempfang des „Hamburger Abendblatts“ im Hause Springer zeigte sie Flagge.

Ex-First Lady mit Tattoo: Das ist Bettina Wulff

Als Ehefrau des damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff sorgte sie für Jugend und Glamour in der Hauptstadt: Bettina Wulff (38). Ein Kurzprofil der früheren „First Lady“: © dapd
Geburtstag: 25. Oktober 1973 Geburtsort: Hannover Eltern: Inge und Horst Körner (Bankangestellter) © dapd
Schule: 1993 Abitur am Leibniz-Gymnasium in Hannover Studium: Medienmanagement und Medienrecht in Hannover Arbeit: PR-Managerin für verschiedene Firmen © dpa
Familienstand: verheiratet seit dem 19. März 2008 mit Christian Wulff Kinder: Leander Balthasar (geb. 2003) und Linus Florian (geb. 2008) Wohnort: Großburgwedel bei Hannover © dpa
Besondere Kennzeichen: Tätowierung auf dem Oberarm © dpa
Hobbys: Sport (Basketball) und Musik (Klavier, Blockflöte) Lieblingsmusik: Pop (die Rockband U2) bis Klassik (Smetanas „Moldau“) Lieblingsfernsehsendung: ARD-„Sportschau“ samstags um 18.00 Uhr © dapd
Die „First Lady“: Von Juni 2010 bis Februar 2012 brachte sie als jüngste der Bundespräsidenten-Frauen mit Patchwork-Familie, Spielecke und Kinderprogramm beim Präsidenten-Sommerfest frischen Wind ins Berliner Schloss Bellevue. © dapd
Engagement: Seit 2008 ist sie Schirmherrin der Stiftung „Eine Chance für Kinder“ zur Unterstützung benachteiligte Familien; als Präsidentengattin unter anderem Schirmherrin des Müttergenesungswerks und des Kinderhilfswerks Unicef. © dpa

Lange Zeit hatten die Wulffs vom engen Verhältnis zur „Bild“-Zeitung profitiert. „Ja, in meinem Leben gibt es eine neue Frau“, berichtete Christian Wulff dem Blatt 2006 über seine Freundin Bettina. Das Paar versorgte seitdem den Boulevard regelmäßig mit ein bisschen Klatsch und Infos aus dem Familienleben. Bis zum 12. Dezember 2011, als Wulff empört auf die Mailbox von „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann sprach, um die für den nächsten Tag geplante Veröffentlichung über seinen Hauskredit zu verhindern.

Damit war Schluss mit den guten Beziehungen. Christian Wulff musste im Februar zurücktreten. Kurz vorher hatte er noch selbst im Fernseh-Interview von den im Internet kursierenden „Fantasien“ über seine Frau gesprochen, gegen die sie jetzt juristisch vorgeht.

Doch während Christian Wulff nach wie vor und sichtbar an seinem Sturz leidet, stark abgenommen hat und manch demütigende Behandlung als Ex-Präsident erfahren musste, geht seine Frau in die Offensive. Als ob sie nichts mehr zu verlieren hat, macht sie Front gegen die seit vielen Jahren im Internet kursierenden Gerüchte, sie habe früher im Rotlicht-Milieu gearbeitet.

Zapfenstreich: Hier wird Christian Wulff verabschiedet

Großer Zapfenstreich: Am Donnerstag wird Ex-Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue verabschiedet. Gestört wird die Veranstaltung von hunderten Gegnern, die mit Vuvuzelas ohrenbetäubenden Lärm machen. © dpa
Demonstranten stören den Großen Zapfenstreich mit Tröten, Trillerpfeifen und Trompeten. © dpa
Großer Zapfenstreich: Am Donnerstag wird Ex-Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue verabschiedet. Gestört wird die Veranstaltung von hunderten Gegnern, die mit Vuvuzelas ohrenbetäubenden Lärm machen. © dpa
Großer Zapfenstreich: Am Donnerstag wird Ex-Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue verabschiedet. Gestört wird die Veranstaltung von hunderten Gegnern, die mit Vuvuzelas ohrenbetäubenden Lärm machen. © 
Großer Zapfenstreich: Am Donnerstag wird Ex-Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue verabschiedet. Gestört wird die Veranstaltung von hunderten Gegnern, die mit Vuvuzelas ohrenbetäubenden Lärm machen. © dpa
Großer Zapfenstreich: Am Donnerstag wird Ex-Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue verabschiedet. Gestört wird die Veranstaltung von hunderten Gegnern, die mit Vuvuzelas ohrenbetäubenden Lärm machen. © ap
Großer Zapfenstreich: Am Donnerstag wird Ex-Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue verabschiedet. Gestört wird die Veranstaltung von hunderten Gegnern, die mit Vuvuzelas ohrenbetäubenden Lärm machen. © dpa
Großer Zapfenstreich: Am Donnerstag wird Ex-Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue verabschiedet. Gestört wird die Veranstaltung von hunderten Gegnern, die mit Vuvuzelas ohrenbetäubenden Lärm machen. © dpa
Großer Zapfenstreich: Am Donnerstag wird Ex-Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue verabschiedet. Gestört wird die Veranstaltung von hunderten Gegnern, die mit Vuvuzelas ohrenbetäubenden Lärm machen. © dpa
Großer Zapfenstreich: Am Donnerstag wird Ex-Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue verabschiedet. Gestört wird die Veranstaltung von hunderten Gegnern, die mit Vuvuzelas ohrenbetäubenden Lärm machen. © dpa
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Großer Zapfenstreich: Am Donnerstag wird Ex-Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue verabschiedet. Gestört wird die Veranstaltung von hunderten Gegnern, die mit Vuvuzelas ohrenbetäubenden Lärm machen. © dpa
Großer Zapfenstreich: Am Donnerstag wird Ex-Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue verabschiedet. Gestört wird die Veranstaltung von hunderten Gegnern, die mit Vuvuzelas ohrenbetäubenden Lärm machen. © dpa
Großer Zapfenstreich: Am Donnerstag wird Ex-Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue verabschiedet. Gestört wird die Veranstaltung von hunderten Gegnern, die mit Vuvuzelas ohrenbetäubenden Lärm machen. © ap
Großer Zapfenstreich: Am Donnerstag wird Ex-Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue verabschiedet. Gestört wird die Veranstaltung von hunderten Gegnern, die mit Vuvuzelas ohrenbetäubenden Lärm machen. © dpa
Großer Zapfenstreich: Am Donnerstag wird Ex-Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue verabschiedet. Gestört wird die Veranstaltung von hunderten Gegnern, die mit Vuvuzelas ohrenbetäubenden Lärm machen. © dpa
Großer Zapfenstreich: Am Donnerstag wird Ex-Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue verabschiedet. Gestört wird die Veranstaltung von hunderten Gegnern, die mit Vuvuzelas ohrenbetäubenden Lärm machen. © ap

Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ stammt diese Rufmordkampagne ursprünglich aus der niedersächsischen CDU. Dass Christian Wulff, der frühere CDU-Ministerpräsident in Hannover, dort nicht nur Freunde hat, wurde in den Wochen vor seinem Rücktritt offensichtlich - und danach.

Dies alles will Bettina Wulff nun hinter sich lassen. Erstes Signal war die Ankündigung ihres Buches, dessen Erscheinen nun vorgezogen wurde. Dann kehrte sie in ihren alten Beruf als PR-Frau zurück, für einen weltbekannten Prothesenhersteller war sie bei den Paralympics in London unterwegs. Mit eigener PR-Firma wolle sie nun durchstarten, berichtet das Magazin „Focus“.

Ihr Mann Christian muss dagegen weiter auf eine neue Chance warten. Noch ermittelt die Staatsanwaltschaft in Hannover gegen ihn, sein Comeback dürfte erheblich schwieriger werden.

dpa

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