Bischofskonferenz hält vorerst an Zölibat fest

Bonn - Die Deutsche Bischofskonferenz hat beim Thema Abschied vom Zölibat zu Geduld gemahnt.

 In einer am Samstag veröffentlichten Erklärung hieß es, die “kommenden Jahre“ würden Gelegenheit geben, dieses Anliegen neu zu bedenken. Bei den Vorbereitungen des Papstbesuches in Deutschland Ende September stehe das Thema jedenfalls nicht zur Debatte, erklärten die Bischöfe.

Damit reagierten die Bischöfe eher verhalten auf die Forderung prominenter Unionspolitiker, auch verheiratete Männer zur Priesterweihe zuzulassen. Zeitungen hatten aus einem Brief mehrerer CDU-Mitglieder zitiert, die mit der Abschaffung des Zölibats den Priesterschwund bekämpfen wollen.

In dem Brief forderten die CDU-Politiker die Zulassung sogenannter “viri probati“ (“bewährte Männer“) zum Priesteramt. Alle Gründe, an der Ehelosigkeit der Priester festzuhalten, wögen nicht so schwer wie “die Not vieler priesterloser Gemeinden, in denen die sonntägliche Messfeier nicht mehr möglich ist“, heißt es den Berichten zufolge in dem Schreiben. Unterzeichner des Briefes sind demnach unter anderem Bundestagspräsident Norbert Lammert, Bundesbildungsministerin Annette Schavan und die früheren Ministerpräsidenten Dieter Althaus, Erwin Teufel und Bernhard Vogel.

dpa

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