Dienstwagen-Affäre: Ulla Schmidt wird zur Werbe-Ikone

Berlin - Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat Vorwürfe wegen des Gebrauchs ihres Dienstwagens in ihrem Spanien-Urlaub als “Theater im Sommerloch“ zurückgewiesen.

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“Der Dienstwagen steht mir, auch aus Sicherheitsgründen, jederzeit

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Schmidt gerät wegen Dienstwagen-Affäre unter Druck

zur Verfügung“, sagte sie der “Aachener Zeitung“ in ihrem Wahlkreis Aachen. “Und wie jeder, der einen Dienstwagen hat, kann ich damit auch private Fahrten machen.“ Diese rechne sie privat ab und versteuere sie entsprechend. Das Ministerium habe vorab die Wirtschaftlichkeit berechnet. Vor einer Prüfung habe sie keine Angst. In über acht Jahren sei ihr Fahrtenbuch nie beanstandet worden. 

Schmidt wird zur Werbe-Ikone

Die Dienswagenäffäre hat sich der Autovermieter Sixt sogleich zu Eigen gemacht. “Mit dem Dienstwagen in Urlaub? Es gibt Sixt doch auch in Alicante“, warb Deutschlands größter Autovermieter am Montag auf seiner Internetseite mit einem Foto der Volksvertreterin: “Inklusive Diebstahlversicherung.“ Ein Chauffeur könne mitgebucht werden.

Von dem Auto fehlt weiterhin jede Spur. Die Ermittlungen hätten bisher zu keinem Ergebnis geführt, sagte am Montag eine Sprecherin der zuständigen Nationalpolizei in Alicante der dpa. Das Fahrzeug wurde demnach im benachbarten Denia - Schmidts Urlaubsort - in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch vergangener Woche gestohlen. Die Täter seien durch eine unverschlossene Hintertür jenes Hauses eingedrungen, in dem Schmidts Fahrer schlief. Der Schlüssel des Autos habe auf einem Tisch gelegen. Die Diebe hätten auch eine Uhr, ein Mobiltelefon, etwas Bargeld und eine Kreditkarte des Fahrers mitgehen lassen. Dieser habe erst am Morgen bemerkt, dass der Wagen fehlte.

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Er selbst habe bei der Polizei Anzeige erstattet. Nach Angaben der Sprecherin stand die Hintertür des Hauses in Denia einen Spalt weit offen, um angesichts der Hitze frische Luft hineinzulassen. Die Täter hätten sich nach bisherigen Erkenntnissen nicht gewaltsam Zutritt beschafft. Solche Diebstähle kommen in der Ferienzeit in der Gegend öfter vor, wie es weiter hieß.

dpa/ap

Rubriklistenbild: © dpa

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