Blutbad in Syrien geht weiter

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Bewaffnete syrische Oppositionelle in der Stadt Homs (Archivbild).

Damaskus - Die UN-Beobachter in Syrien tun ihre Arbeit. Doch es sind zu wenige. Bewirkt haben sie noch nichts. Wieder soll es 66 Tote gegeben haben. Die Geschichte vom deutschen Waffenfrachter scheint eine Mär.

Die Zweifel am Erfolg der UN-Beobachter in Syrien wachsen täglich - und auch die Kritik an dem Einsatz. Syrische Oppositionelle behaupteten am Mittwoch, auf jeden Besuch der Beobachter in einem Ort folge eine Strafaktion der Regierungstruppen. Mehrfach seien Massaker verübt worden.

In der vormals umkämpften Ortschaft Al-Sabadani hätten sich die UN-Beobachter geweigert, Listen mit Namen der vom Regime Gefangenen entgegenzunehmen. Der Rat der Syrischen Revolution rief seine Anhänger auf, sich nicht mit UN-Beobachtern zu treffen, damit sie nicht getötet würden.

Bei neuen Verstößen gegen die vereinbarte Waffenruhe wurden am Mittwoch angeblich 66 Menschen getötet. Die Zahl ergibt sich aus Angaben der Opposition und der Staatsmedien und lässt sich objektiv nicht überprüfen. Am Dienstag soll es 33 Tote gegeben haben.

Syrien: So wütet Assad gegen sein eigenes Volk

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Hama und Vororte von Damaskus wurden der Opposition zufolge nach Abschluss eines Besuch der UN-Beobachter. “Mindestens 54 Menschen wurden getötet und 70 verwundet, als eine Rakete in ein Wohngebiet in Hama einschlug“, erklärte der Koordinierungsausschuss, der Gewalt in Syrien dokumentiert. Darunter sollen 13 Kinder und 16 Frauen sein. Weitere Leichen würden unter den Trümmern vermutet.

In anderen Landesteilen sollen zehn Menschen getötet worden sein. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, “bewaffnete Terroristen“ hätten bei Damaskus einen Krankenwagen angegriffen und einen Helfer getötet. Ein aus der Türkei eingedrungener bewaffneter Rebell sei erschossen worden.

Der UN-Sondergesandte Kofi Annan hatte am Dienstag (Ortszeit) im UN-Sicherheitsrat erklärt, die Waffenruhe in Syrien sei sehr wackelig und die Lage “düster“. Am Mittwoch waren 15 der geplanten 300 Beobachter im Einsatz; unter den Neuankömmlingen waren zwei Chinesen.

Blutige Proteste in Syrien

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Viele Syrer fragen sich, wie in diesem Klima der Gewalt gewählt werden kann. Assad hat für den 7. Mai eine Parlamentswahl angekündigt. Vereinzelt wurden Wahlplakate aufgehängt. Das Parlament plädiert Staatsmedien zufolge für eine Verschiebung des Wahltermins.

Angaben der syrischen Opposition über eine Waffenladung für das syrische Regime an Bord eines deutschen Frachters bestätigten sich nicht. Die Durchsuchung der “Atlantic Cruiser“ in der Türkei verlief nach Angaben der Reederei Bockstiegel (Emden) ergebnislos. Die Fracht stimme mit den Frachtpapieren überein.

dpa

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