Bombenfund: Flughafen in Norwegen evakuiert

Bomben-Attrappe
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Der Flughafen Bergen wurde wegen einer Bomben-Attrappe gesperrt.

Bergen - Wegen einer Bomben-Attrappe für Militärübungen ist der Flugplatz der norwegischen Stadt Bergen gesperrt und das Hauptgebäude evakuiert worden.

Wie die Nachrichtenagentur NTB berichtete, fanden Beschäftigte am Dienstag bei der Gepäckabfertigung einen verdächtigen Koffer und lösten Alarm aus. Alle Reisenden und das Personal des Flugplatzes Flesland mussten die Abfertigungshalle sofort verlassen.

Terrorangst: Fragen und Antworten

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Nach der Warnung des Innenministeriums vor Terroranschlägen in Deutschland sollten Bürger wachsam sein - aber nicht in Panik geraten. Wie soll ich mich nun verhalten? Die wichtigsten Fragen und Antworten. © dpa
Darf ich jetzt noch auf den Weihnachtsmarkt? © dpa
Ja, nichts spreche gegen einen Besuch, sagte der Sprecher der Bundespolizei. © dpa
Dennoch sei es ratsam, die Augen offenzuhalten. Jeder sollte in seiner Umgebung, auf Bahnhöfen, Flughäfen oder auf belebten Plätzen auf Veränderungen achten. © dpa
Was mache ich, wenn ich etwas Verdächtiges entdecke? © dpa
Wer glaubt, etwas stimme nicht, sollte sich zunächst einmal in der Umgebung umhören. Beispiel: Steht in einem Zug ein vermeintlich herrenloser Koffer, sollten erst die Mitreisenden gefragt werden, ob ihnen der Koffer gehört. © dpa
Wenn sich der Besitzer so nicht finden lässt, kann das Bahnpersonal oder die Bundespolizei informiert werden. An wen kann ich mich wenden? © dpa
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An wen kann ich mich wenden? © dpa
Zwar wurde die Polizeipräsenz um Flughäfen und Bahnhöfe sowie in vielen Städten verstärkt. Doch nicht immer finden sich gleich Beamte, die auf etwas hingewiesen werden können. © dpa
Für diesen Fall hat die Bundespolizei die kostenlose Servicenummer 0800 6888000 eingerichtet. © dpa
Außerdem könnten sich Bürger im Zweifel an den Polizeinotruf 110 wenden, sagte Peter Beck, Sprecher des Polizeipräsidiums in München. © dpa
Wichtig sei, dass der Anrufer Ruhe bewahre und die Lage eindeutig schildere. Die Polizei könne dann die entsprechenden Maßnahmen ergreifen. © dpa
Bekomme ich Ärger, wenn meine Warnung falsch war? © dpa
Nein. Grundsätzlich bekommen Bürger, die verdächtige Gegenstände melden, keinen Ärger mit den Behörden. © dpa
Auch sollte niemand Angst haben, selbst in Verdacht zu geraten, wenn er Beamte auf etwas hinweist. © dpa

Noch ehe die aus der Hauptstadt Oslo herbeigerufenen Bombenexperten eingetroffen waren, meldete sich ein Angehöriger des norwegischen Militärs als Eigner des Koffers. Darin seien “Nachbildungen von Sprengmitteln“, die er zu einem Manöver nach Trondheim schicken wollte.

Ein Sprecher des Militäroberkommandos in Oslo erklärte, es habe sich um einen “Dummy“ gehandelt, eine Attrappe für Manöver. “So ganz genau wissen wir auch noch nicht, ob es nun wie eine Granate oder etwas anderes ausgesehen hat“, sagte Stabssprecher Petter Lindqvist. Man untersuche noch, ob und wie hier Vorschriften verletzt worden seien.

Wenig Verständnis für diese Transportaktivitäten der Armee über einen zivilen Flugplatz hatte die Polizei. “Das hätte er wohl besser bei der Gepäckaufgabe anmelden sollen“, sagte der zuständige Einsatzleiter Terje Hilland. Der Flugplatz der zweitgrößten Stadt Norwegens konnte nach gut einer Stunde wieder freigegeben werden.

dpa

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