Ministerbeeinflussung? Charles-Briefe bleiben geheim

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Prinz Charles schickte an mehrere britische Ministerien Briefe, deren Inhalt jedoch geheim bleiben soll

London - Der Hohe Gerichtshof Großbritanniens hat eine Entscheidung bestätigt, wonach Briefe von Prinz Charles an ranghohe Minister der Regierung geheim bleiben sollen.

Das oberste Zivilgericht urteilte am Dienstag, Generalstaatsanwalt Dominic Grieve habe vergangenes Jahr richtig entschieden, dass die Öffentlichkeit kein Recht auf Einsicht in die Korrespondenz zwischen Charles und sieben Ministerien habe.

Grieve hatte zur Begründung erklärt, dass die „besonders offenen“ Schreiben die persönlichen Ansichten des britischen Thronfolgers widerspiegelten und Briten annehmen könnten, der künftige König sei politisch nicht neutral - so wie es ein Monarch aber sein muss.

Die britische Zeitung „The Guardian“ versucht seit acht Jahren, die Freigabe der Dokumente zu erwirken. Die Zeitung argumentiert, die Briefe würden Aufschluss darüber geben, wie der Sohn von Königin Elizabeth II. versucht habe, Regierungsminister zu beeinflussen, obwohl er kein gewählter Amtsträger sei.

AP

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