Brieföffnungen bei Bundeswehr: Staatsanwalt ermittelt

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Bei der Bundeswehr sollen Briefe geöffnet worden sein.

Darmstadt - Briefe von Bundeswehrsoldaten sind anscheinend doch in der Feldpostleitstelle Darmstadt geöffnet worden. Jetzt ermittelt zu den Vorwürfen die Staatsanwaltschaft.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt sagte am Freitag auf Anfrage, dass wegen des Verdachts auf Verletzung des Briefgeheimnisses ermittelt werde. Er bestätigte damit einen Bericht des Hörfunksenders HR-Info, der zuvor gemeldet hatte, dass Vorermittlungen den Verdacht auf Straftaten erhärtet hätten.

Der Sprecher sagte, es gehe um 30 bis 40 Brief- und Postsendungen aus Afghanistan nach Deutschland. Diese könnten möglicherweise auch unabsichtlich geöffnet worden sein. Gleichzeitig werde auch der Weg ausgehender Postsendungen überprüft.

Die gesamte Feldpost wird in der Darmstädter Major-Karl-Plagge-Kaserne abgewickelt. Die ankommenden Briefe werden dort gesammelt und weitergeschickt. Dann leitet die Post sie an die Empfänger weiter. In Januar war bekannt geworden, dass Briefe und Pakete von in Afghanistan stationierten Soldaten geöffnet worden waren. Das Verteidigungsministerium hatte bisher Vorwürfe zurückgewiesen, für Öffnungen und Beschädigungen verantwortlich zu sein.

dapd

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