Britischer Vize-Premier: Wikileaks-Vorwürfen nachgehen

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Nick Clegg

London - Die Enthüllungen der Internetplattform Wikileaks zum Irak-Krieg dürfen nach Ansicht des stellvertretenden britischen Premierministers Nick Clegg nicht ignoriert werden.

Das auch Mitgliedern der britischen Armee vorgeworfene Fehlverhalten, darunter Mord, Vergewaltigung und Folter, müsse ordentlich untersucht werden, sagte der Liberaldemokrat am Sonntag. Das Verteidigungsministerium in London hatte die Veröffentlichung von Wikileaks zuvor verurteilt.

“Wir können beklagen, wie diese Veröffentlichung zustande kam. Aber die Vorwürfe, die darin gemacht werden, sind außergewöhnlich ernst“, sagte Clegg der BBC. Es sei Sache der USA, auf die ihrer Armee gemachten Vorwürfe zu reagieren. Eine Untersuchung bezüglich der Rolle britischer Soldaten im Irak schloss er nicht aus.

Clegg galt vor seinem Eintritt in die Regierungskoalition des konservativen Premierministers David Cameron als erklärter Gegner einer britischen Beteiligung am Irak-Krieg.

dpa

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