Milliarden-Programm

Bund will 100.000 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder schaffen

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Kinderbetreuung ist in Deutschland ein wichtiges Thema

1,1 Milliarden Euro will die Regierung in die Hand nehmen - und damit 100.000 zusätzliche Kinder-Betreuungsplätze schaffen.

Berlin - Der Bund will 100.000 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder schaffen. Dafür werden rückwirkend zum 1. Januar 2017 rund 1,1 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, wie das Bundesfamilienministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte. Grundlage ist das vierte Investitionsprogramm zur Finanzierung der Kinderbetreuung, mit dem nun erstmals auch zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder bis zum Schuleintritt geschaffen würden.

"Betreuung verbessert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf", erklärte Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD). Es würden nicht nur mehr Kinder geboren. "Immer mehr junge Eltern möchten früher wieder in den Beruf zurückkehren." Der Bund müsse die Länder und Kommunen daher beim Ausbau der Kinderbetreuung und auch bei der Verbesserung der Qualität unterstützen.

Betreuungsquote hat sich seit 2008 fast verdoppelt

Mit den ersten beiden Investitionsprogrammen zur "Kinderbetreuungsfinanzierung" wurden demnach bereits mehr als 2,73 Milliarden Euro bereitgestellt. Auch im dritten Investitionsprogramm seien die Mittel nahezu ausgeschöpft.

Die Entwicklung der Betreuungsquote von Kindern unter drei Jahren zeigt dem Ministerium zufolge, dass die Investitionen wirken. Seit Beginn der Investitionsprogramme im Jahr 2008 habe sich die Betreuungsquote im bundesweiten Durchschnitt von 17,6 Prozent auf 32,7 Prozent im Jahr 2016 fast verdoppelt.

AFP

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