Bundesjugendspiele: Keine Ehrenurkunden von Köhler

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Der neue Bundespräsident Christian Wulff (CDU - M) und seine Frau Bettina (l) applaudieren am Freitag (02.07.2010) im Bundestag im Plenarsaal des Bundestages in Berlin neben dem alten Bundespräsidenten Horst Köhler (r).

Berlin  - Mit der Vereidigung Christian Wulff hat Deutschland wieder einen Bundespräsidenten. Doch tausende Jugendliche bekommen noch immer die Spätfolgen des Rücktritts von Horst Köhler zu spüren. Es geht um die Bundesjugendspiele.

Dieser Tage schwitzen die Schüler bei den Bundesjugendspielen. Für besonders weite Sprünge, schnelle Sprints und andere sportliche Bestleistungen hatten viele sich die gewohnte Ehrenurkunde mit der Unterschrift des Staatsoberhaupts erhofft.

Wulff als Bundespräsident vereidigt

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Doch dieses Jahr ist alles anders: “Ehrenurkunden mit der Unterschrift des Bundespräsidenten a.D. Horst Köhler können nicht mehr vergeben werden“, teilt das Bundesfamilienministerium auf der Seite bundesjugendspiele.de mit. “Neue Ehrenurkunden können voraussichtlich ab Mitte September 2010 geordert und an die Teilnehmenden nachgereicht werden.“

Heißt konkret: Die Ehrenurkunden mit der Unterschrift des neuen Bundespräsidenten Christian Wulff (CDU) gibt's erst im Herbst.

Das sei in der Tat “keine besonders schöne Situation“, sagte der Koordinator der Landesstelle für den Schulsport NRW, Hans Georg Uhler-Derigs der Nachrichtenagentur dpa. “In unserem Schulsport- Kalender ist nicht vorgesehen, dass ein Bundespräsident zurücktritt.“ Er macht sich auch wenig Illusionen: Wahrscheinlich habe der neue Bundespräsident Christian Wulff in seinen ersten Amtstagen mit wichtigeren Belangen zu tun, als Musterurkunden zu unterschreiben. “Jetzt müssen wir warten, bis die neuen Urkunden gedruckt sind.“

Wulff gewählt: Die Schlagzeilen der Zeitungen

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dpa

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