Stimmen und Reaktionen nach Wahl

Grüne: "Müssen uns bitterer Realität stellen"

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Die Grünen Spitzenkandidaten räumen ihre bittere Niederlage ein.

Berlin - Sie waren zwischenzeitlich im Stimmungshoch - doch nach den ersten Ergebnissen sind die Grünen ernüchtert. Die Spitzenkandidaten räumen ihre bittere Niederlage ein.

Die Grünen haben nach der Bundestagswahl am Sonntag eine bittere Niederlage eingeräumt. "Wir haben unsere Ziele nicht erreicht", sagte Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt am Sonntag nach Bekanntwerden der ersten Hochrechnungen in Berlin. Nun müsse das Ergebnis "sehr ehrlich und klar" analysiert werden, sagte die Spitzenkandidatin. Koalitionsgespräche mit der Union wollte Göring-Eckardt im ZDF nicht ausschließen. "Aber die Erfolgsaussichten dafür sehe ich nicht besonders groß".

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Göring-Eckardt verwies ebenso wie Ko-Spitzenkandidaten Jürgen Trittin darauf, dass die Grünen im Wahlkampf starkem Gegenwind ausgesetzt gewesen seien.

Jubel und Entsetzen: Die Bundestagswahl 2013

Jubel und Entsetzen: Die Bundestagswahl 2013

Kanzlerin Merkel hat einen überwältigenden Sieg für die CDU eingefahren. Herausforderer Peer Steinbrück gratuliert vor der Berliner Runde. © AFP
Am Sonntag, den 22. September, wählte Deutschland den neuen Bundestag. Die Wahlbeteiligung war höher als 2009. © dpa
CDU-Anhänger jubeln in der Parteizentrale in Berlin nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen © dpa
CDU-Anhänger jubeln in der Parteizentrale in Berlin © dpa
CDU-Anhänger jubeln in der Parteizentrale in Berlin © dpa
Gäste in der CDU-Geschäftsstelle in Düsseldorf © dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Parteizentrale in Berlin © dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Parteizentrale in Berlin © dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Parteizentrale in Berlin © dpa
In der Parteizentrale der SPD warteten die Anhänger auf die ersten Hochrechnungen © dpa
In der Parteizentrale der SPD warteten die Anhänger auf die ersten Hochrechnungen © dpa
SPD-Anhänger reagieren auf die ersten Hochrechnungen der Bundestagswahl 2013 © dpa
SPD-Anhänger reagieren auf die ersten Hochrechnungen der Bundestagswahl 2013 © dpa
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in der Parteizentrale in Berlin © dpa
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in der Parteizentrale in Berlin © dpa
Anhänger von Bündnis 90/Die Grünen in der Columbiahalle in Berlin © dpa
Nicht zufrieden mit den ersten Hochrechnungen: Die Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen, Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt. © dpa
Bundesvorsitzende Claudia Roth und Cem Özdemir © dpa
Entsetzte Gesichter auf der Wahlparty der FDP © dpa
Entsetzte Gesichter auf der Wahlparty der FDP © dpa
Entsetzte Gesichter auf der Wahlparty der FDP © dpa
Enttäuschte Gesichter auf der Wahlparty der FDP © dpa
Geisterstimmung bei der FDP. © dpa
Enttäuschte Geischter bei der FDP (ehemalige FDP-Vorsitzende  Wolfgang Gerhardt (r) und Kabarettist Dieter Hallervorden) © dpa
FDP-Bundesvorsitzender Philipp Rösler © dpa
FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle (l) im Berlin Congress Center mit Parteichef Philipp Rösler. © dpa
FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle (l) im Berlin Congress Center mit Parteichef Philipp Rösler. © dpa
Jubel bei den Linken © dpa
Jubel bei den Linken © dpa
Die Vorsitzenden der Partei Die Linke, Bernd Riexinger (l-r) und Katja Kipping, und der Vorsitzende der Linke-Bundestagsfraktion Gregor Gysi © dpa
Die Piraten © dpa
Marina Weisband, die ehemalige politische Geschäftsführerin der Piratenpartei © dpa
Kanzlerin Merkel hat einen überwältigenden Sieg für die CDU eingefahren. © AFP
Kanzlerin Merkel hat einen überwältigenden Sieg für die CDU eingefahren. © AFP
Kanzlerin Merkel hat einen überwältigenden Sieg für die CDU eingefahren. © AFP
Kanzlerin Merkel hat einen überwältigenden Sieg für die CDU eingefahren. © dpa
Kanzlerin Merkel hat einen überwältigenden Sieg für die CDU eingefahren. © AFP
Kanzlerin Merkel hat einen überwältigenden Sieg für die CDU eingefahren. © AFP
Kanzlerin Merkel hat einen überwältigenden Sieg für die CDU eingefahren. © AFP
Kanzlerin Merkel hat einen überwältigenden Sieg für die CDU eingefahren. © AFP
Kanzlerin Merkel hat einen überwältigenden Sieg für die CDU eingefahren. © AFP
Kanzlerin Merkel hat einen überwältigenden Sieg für die CDU eingefahren. © AFP
Kanzlerin Merkel hat einen überwältigenden Sieg für die CDU eingefahren. © AFP
Kanzlerin Merkel hat einen überwältigenden Sieg für die CDU eingefahren. © dpa
Kanzlerin Merkel hat einen überwältigenden Sieg für die CDU eingefahren. © dpa
Kanzlerin Merkel hat einen überwältigenden Sieg für die CDU eingefahren. © AFP
Kanzlerin Merkel hat einen überwältigenden Sieg für die CDU eingefahren. © dpa
Kanzlerin Merkel hat einen überwältigenden Sieg für die CDU eingefahren. © AFP

Er räumte die Niederlage der Grünen an. „Wir hatten zwei Ziele.“ Schwarz-Gelb sollte Rot-Grün weichen - und zwar mit gestärkten Grünen. „Beide dieser Ziele haben wir nicht erreicht, das ist bitter, und wir werden uns dieser bitteren Realtiät gemeinsam stellen müssen“, sagte Trittin auf der Wahlparty der Grünen. Andeutungen über einen möglichen persönlichen Rückzug machte er nicht. „Man kann mal ein Spiel verlieren, dann steht man auf und dann kämpft man weiter“, sagte er.

Die Grünen sind am Sonntag unter die 10-Prozent-Marke gerutscht. Damit zerstoben auch ihre Hoffnungen auf eine Neuauflage der rot-grünen Koalition 1998-2005. Ihr Programm für eine umfassende Energiewende und eine gerechtere Gesellschaft sah auch Steuererhöhungen für Vielverdiener vor. Einen Dämpfer hatte die Partei bei der Bayern-Wahl erhalten. Offenbar kamen ihre Steuerpläne schon dort nicht gut an.

Bei der Bundestagswahl 2009 hatten die Grünen mit 10,7 Prozent aus der Opposition heraus ein Rekordergebnis erzielt. Mit ähnlichen Themen wie heute punkteten sie vor allem bei jungen Wählern. Weil die SPD tief stürzte, reichte es jedoch nicht für Rot-Grün.

Nach der Bundestagswahl ging es bei Landtagswahlen meist aufwärts. Nur drei Mal gab es kleinere Verluste - zuletzt in Bayern. Derzeit sind die Grünen in allen 16 Landtagen vertreten und an sechs Regierungen mit der SPD beteiligt. In Baden-Württemberg stellen sie sogar den Ministerpräsidenten.

AFP

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