„Beängstigend“

Wie kann das sein? Bundeswehr hat seit 2014 ganze 39 Waffen „verloren“ - Nur zwei wiedergefunden

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Unter den verschwundenen Waffen sind auch vier Gewehre vom Typ G36.

Seit 2014 sind 39 Waffen und eine große Menge an Munition der Bundeswehr verschwunden. Bislang wurden nur zwei wiedergefunden. 

Berlin - Die Bundeswehr hat einem Medienbericht zufolge seit Anfang 2014 den Verlust von 39 Waffen, 39 Waffenteilen und 19.445 Schuss Munition verbucht. Das geht aus einer als Verschlusssache (VS - Nur für den Dienstgebrauch) eingestuften Auflistung des Bundesverteidigungsministeriums hervor, aus dem die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland am Freitag zitieren.

Nur zwei der 39 Waffen sind wieder aufgetaucht

Laut dem Papier aus dem Büro von Verteidigungsstaatssekretär Peter Tauber (CDU) tauchten demnach bislang zwei Waffen, ein Waffenteil und 3474 Schuss Munition wieder auf. Bei den nach wie vor verschwundenen Waffen und Waffenteilen handele es sich unter anderem um sechs Maschinengewehre vom Typ MG3, elf Gewehre vom Typ G3, vier Gewehre vom Typ G36, sechs Signalpistolen sowie zwei Pistolen vom Typ P8. Zudem fehlten 30 Waffenrohre für Maschinengewehre vom Typ MG3.

Zusammenhang mit dem unter Terrorverdacht stehenden Bundeswehroffizier Franco A.?

Die Linken-Abgeordnete Martina Renner sagte den RND-Zeitungen, der Umfang von Waffen- und Munitionsverlusten bei der Bundeswehr sei "beängstigend". Dies gelte umso mehr, da im Zuge von Ermittlungen kaum etwas wieder aufgefunden worden sei. Renner sprach von einer "dürftigen Bilanz". Sie kritisierte, dass an der Auflistung nicht erkennbar sei, ob sich unter der verschwundenen Munition auch diejenige befinde, die im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den unterTerrorverdacht stehenden Bundeswehroffizier Franco A. gefunden worden sei.

Erst kürzlich sind in Griechenland Minen, Raketen und Granaten aus einer Militärbasis verschwunden. Es herrscht die Befürchtung, dass die Waffen für Terror-Zwecke genutzt werden.

Auf der Suche nach neuen Kampfjets wird die Bundeswehr wohl vor vollendete Tatsachen gestellt. Denn die USA lassen Annegret Kramp-Karrenbauer kaum eine andere Wahl, als amerikanische Flieger zu erwerben. 

AFP

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