3500 ertranken im Mittelmeer

Bundeswehr rettet mehr als 10.000 Flüchtlinge

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Soldaten des Einsatzgruppenversorgers Berlin retten am 06.06.2015 Schiffbrüchige aus dem Mittelmeer, ein Holzboot mit etwa 500 Personen an Bord wird längsseits des EGV Berlin gehalten.

Berlin - Die Bundeswehr hat am ersten Weihnachtsfeiertag mehr als 500 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet und damit in diesem Jahr über 10.000 Flüchtlingen in Seenot geholfen.

Insgesamt hätten Schiffe der Bundeswehr seit Beginn ihres Einsatzes am 7. Mai exakt 10.528 Menschen aufgenommen, teilte die Bundeswehr am Samstag auf ihrer Internetseite mit.

Am Freitagmorgen wurde den Angaben zufolge der Einsatzgruppenversorger "Berlin" vom zentralen Koordinationszentrum 40 Kilometer vor die libysche Küste geschickt. Dort seien 539 Menschen aus seeuntauglichen Booten gerettet worden. Die 505 Männer, 30 Frauen und vier Kinder seien an Bord geholt worden.

Bei dem Einsatz wurde die "Berlin" den Angaben zufolge von einer spanischen Fregatte, einem italienischen Patrouillenschiff und einem maltesischen Tanker unterstützt. Die von den Flüchtlingen benutzten drei Schlauchboote und ein Holzboot wurden versenkt. Die Bundeswehr ist mit zwei Schiffen am EU-Einsatz "Sophia" im Mittelmeer beteiligt.

Seit Jahresbeginn gelangten nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bereits mehr als 900.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa. Mehr als 3500 Flüchtlinge ertranken während der gefährlichen Überfahrt. Trotz Kälte, Wind und Wellen machen sich weiter jede Woche hunderte Flüchtlinge auf die Reise von Nordafrika über das Mittelmeer Richtung Europa.

afp

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