Aus Heimat geflohen

Chinesischer Dissident tadelt Nichtwähler

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Der chinesische Dissident Liao Yiwu hat kein Verständnis für deutsche Nichtwähler.

Köln - Der chinesische Dissident Liao Yiwu hat kein Verständnis für deutsche Nichtwähler. Sie seien sich gar nicht darüber bewusst, was Wahlfreiheit eigentlich bedeute.

Liao Yiwu (55), Dichter und Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, hat für Nichtwähler wenig übrig. „Leute, die nicht zur Wahl gehen, kann ich nicht verstehen,“ sagte der chinesische Dissident dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag). „Solche Leute müssen wahrscheinlich einmal in Nordkorea oder in China leben, damit sie wissen, was Wahlfreiheit bedeutet.“ In seiner Heimat träumten 1,3 Milliarden Menschen davon, über ihre Stimme an politischen Entscheidungen beteiligt zu sein.

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Liao Yiwu lebt seit zwei Jahren in Deutschland im Exil. Wegen eines Gedichts über das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens wurde er zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Die Haftzeit schilderte er in dem Buch „Für ein Lied und hundert Lieder“. Bekannt wurde er durch „Fräulein Hallo und der Bauernkaiser: Chinas Gesellschaft von unten“. Zuletzt erschien der Band „Die Dongdong-Tänzerin und der Sichuan-Koch“.

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dpa/KNA

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