Chávez bricht Beziehungen zu Kolumbien ab

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Der venezolanische Präsident Hugo Chávez.

Mexiko-Stadt/Caracas - Die Spannungen zwischen Venezuela und Kolumbien haben sich am Donnerstag weiter verschärft.

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez kündigte in Caracas an, die Beziehungen zu Kolumbien abzubrechen. Kolumbien hatte zuvor Venezuela offiziell bei eine Sitzung der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) in Washington vorgeworfen, kolumbianische FARC-Rebellen zu beherbergen.

Chávez, der am Donnerstag die argentinische Fußballlegende Diego Maradona getroffen hatte, warf Kolumbien vor, gemeinsam mit den USA einen Krieg gegen Venezuela anzetteln zu wollen. “Die (kolumbianische) Regierung (des Präsidenten Álvaro) Uribe war kriegerisch, lügnerisch und aggressiv“, sagte Chávez vor laufenden Kameras im Beisein Maradonas. Alle Beziehungen würden abgebrochen.

Bei der Sondersitzung der OAS in Washington hatten sich die Botschafter beider Länder Wortgefechte geliefert. Der Kolumbianer Luis Alonso Hoyos forderte die Regierung in Caracas auf, sofort Maßnahmen gegen die linken FARC-Rebellen zu ergreifen, die seit mehreren Jahrzehnten Kolumbien terrorisierten. Außerdem verlangte er, eine internationale Kommission nach Venezuela zu entsenden. Venezuelas Botschafter bei der OAS, Roy Chaderton, wies die Beschuldigungen zurück und forderte seinerseits die Entsendung einer Kommission zur Untersuchung der US-Militärbasen in Kolumbien. Diese dienen nach Angaben der Regierungen von Kolumbien und den USA vor allem zur Bekämpfung der Drogenkriminalität in der Region.

Uribe wird am 7. August das Präsidentenamt an seinen Vertrauten und früheren Verteidigungsminister Juan Manuel Santos abgeben, der vor wenigen Wochen zum neuen Präsidenten des südamerikanischen Landes gewählt worden war. Von Santos wird erwartet, dass er den politischen Kurs seines Vorgängers vor allem hinsichtlich der linken FARC und Venezuelas fortsetzen wird.

dpa

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