„Etwas, das man sehr ernst nehmen muss“

Trump-Getreuer zeigt sich nach eigener Corona-Infektion geläutert: „Niemand sollte hochmütig sein“

Wie Präsident Trump lag ein Republikaner aus seinem Team mit Corona im Krankenhaus. Nun richtet er eindringliche Worte an die Menschen - vor allem an die in öffentlichen Ämtern.

  • Der US-Republikaner Chris Christie war nach einer Sars-CoV-2-Infektion schwer erkrankt.
  • Eine mögliche Ansteckungsmöglichkeit war dabei ein Briefing mit US-Präsident Donald Trump.
  • Das Statement nach seiner Entlassung aus der Klinik erregt aktuell Aufsehen.

Washington - Der US-Republikaner Chris Christie, der sich im Weißen Haus mit Corona* angesteckt haben könnte und schwer erkrankt war, hat Fehler im Umgang mit dem Virus* eingeräumt. Während seiner sieben Tage auf der Intensivstation habe er Zeit zum Nachdenken gehabt, erklärte der Wahlkampfberater von US-Präsident Donald Trump gegenüber der New York Times. Christies Statement teilte die Zeitung auch auf Twitter:

Trump-Berater mit Corona-Infektion nach Weißem-Haus-Briefing - „Ich lag falsch“

Es sei ein Fehler gewesen, unter anderem bei einer Veranstaltung im Weißen Haus Ende September keine Maske getragen zu haben. Er habe angenommen, sich dort in einer „sicheren Zone“ zu befinden. „Ich lag falsch.“

Christies Infektion war nach der von Trump* Anfang Oktober bekannt geworden. Er hatte Trump* zuvor auch bei Vorbereitungen der TV-Debatte gegen den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden* geholfen. Nach der Debatte und der Veranstaltung im Weißen Haus waren mehrere Personen im Umfeld des Präsidenten positiv getestet worden. Der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci hatte von einem „Superspreader-Event“ im Weißen Haus gesprochen.

Anfang Oktober wurde eine steigende Zahl von Infizierten im Umfeld des Präsidenten gemeldet, unter ihnen drei republikanische Senatoren, Trumps Wahlkampfmanager Bill Stepien, Trumps Ex-Beraterin Kellyanne Conway und die Vorsitzende der Republikanischen Partei, Ronna McDaniel.

Chris Christie und Donald Trump (Vordergrund) bei einem Weißen-Haus-Briefing Ende September.

Trump-Berater zu Corona-Vorsichtsmaßnahmen: „Etwas, das man sehr ernst nehmen muss“

Christie, Ex-Gouverneur von New Jersey, warnte davor, das Virus auf die leichte Schulter zu nehmen. „Es ist etwas, das man sehr ernst nehmen muss“, erklärte er und rief Menschen mit öffentlichen Ämtern auf, sich dafür einzusetzen, dass Amerikaner in der Öffentlichkeit Masken tragen, soziale Distanz wahren und sich häufig die Hände waschen. „Niemand sollte glücklich sein, das Virus zu bekommen, und niemand sollte hochmütig darüber sein, sich angesteckt zu haben oder andere anzustecken.“ (dpa/frs) *Merkur.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Rubriklistenbild: © Brendan Smialowski / AFP

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