CSU gegen Schwesigs Familiengeld-Vorschlag

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Die SPD geht davon aus, dass immer mehr Mütter und Väter gleichberechtigt Familie und Beruf unter einen Hut bringen wollen. Foto: Uwe Zucchi

Berlin (dpa) - Die CSU lehnt den Vorschlag der Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) für ein neues Familiengeld strikt ab. "Wir setzen uns für eine Anerkennung ein, die möglichst vielen Familien zugute kommt", sagte die CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt der "Passauer Neuen Presse".

"Das ist bei Frau Schwesigs Familiengeld nicht der Fall." Schwesig hatte am Montag das Modell eines Familiengeldes vorgestellt, das monatlich 300 Euro betragen soll. Es soll Eltern gezahlt werden, die beide zwischen 28 und 36 Stunden in der Woche berufstätig sind und sich die Betreuung des Kindes teilen.

"Nur ein kleiner Teil der Familien würde dieses Arbeitszeitmodell wählen. Wir plädieren daher für eine steuerliche Entlastung der mittleren Einkommen", sagte Hasselfeldt. Außerdem sollten Familien mit Kindern beim Kauf von Wohneigentum finanziell unterstützt werden. "Dass sich die SPD bei der steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus verweigert hat, kann ich nicht nachvollziehen. Auch das hätte Familien sehr geholfen."

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley bezeichnete Schwesigs Plan dagegen als "genau den richtigen Ansatz". Immer mehr Mütter und Väter wollten gleichberechtigt Familie und Beruf unter einen Hut bringen. Da helfe es am meisten, wenn beide die berufliche Belastung reduzieren könnten, sagte Barley der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

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