Weit vor Opposition

CSU kurz vor Bayern-Wahl mit großer Mehrheit

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Horst Seehofer hat gut Lachen: Seine CSU liegt kurz vor der Landtagswahl vorne

München - Die CSU liegt in einer eineinhalb Wochen vor der bayerischen Landtagswahl veröffentlichten Umfrage weiter deutlich vor der Opposition.

Laut der während des Fernsehwettstreits der kleinen Parteien am Donnerstagabend im Bayerischen Fernsehen veröffentlichten ARD-Umfrage kommen die Christsozialen derzeit auf 47 Prozent Zustimmung. Dies würde demmnach für eine absolute Mehrheit der Sitze reichen.

Bayern wählt am 15. September einen neuen Landtag. Der Umfrage zufolge konnte die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Christian Ude in den vergangenen Tagen in der politischen Stimmung zulegen. Die in den vergangenen Wochen in verschiedenen Umfragen bei lediglich 18 Prozent liegenden Sozialdemokraten kommen demnach derzeit auf 21 Prozent.

Allerdings verloren zugleich die Grünen etwas, sie erreichten in der Umfrage elf Prozent. Die Freien Wähler kommen auf sieben Prozent. Das von Ude angestrebte Bündnis aus SPD, Grünen und Freien Wählern liegt damit mit zusammen 39 Prozent weit hinter der CSU. Um den Einzug in den Landtag zittern muss der Umfrage zufolge die FDP, die nur drei Prozent Zustimmung erreichte.

Momentan gibt es noch viele Unentschlossene

Auch das ZDF-Politbarometer vom Freitag sieht die CSU weit vorne: Die Christsozialen können demnach derzeit mit 48 Prozent der Stimmen rechnen, während die SPD in der Umfrage nur 20 Prozent erreicht. Die Grünen landen bei 10 und die Freien Wähler bei 8 Prozent. Die FDP würde mit 4 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag verpassen.

Allerdings gibt es noch einen großen Unsicherheitsfaktor: 46 Prozent der Befragten gaben in der Umfrage an, sie seien sich noch nicht sicher, ob oder wen sie wählen wollen. Für das Politbarometer hatte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1010 Wahlberechtigten in Bayern telefonisch befragt.

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In dem Fernsehduell wollte sich Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger weiter nicht darauf festlegen, ob er im Fall der Fälle mit der SPD und den Grünen oder mit der CSU eine Koalition eingehen würde. "Mit wem wir unsere Themen umsetzen können, mit dem will ich regieren," sagte Aiwanger. Er forderte dabei eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium und den endgültigen Verzicht auf eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen. Die Freien Wähler gelten bei der Wahl als mögliches Zünglein an der Waage.

afp/dpa

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