CSU-Politiker: Prämie für ausländische Fachkräfte

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Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer (CSU)

Berlin - Der CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer will den Fachkräftemangel mit einer erfolgsabhängigen Einwanderer-Prämie für Migranten lindern. Sie soll jedoch an Bedingungen geknüpft sein.

Mit einer erfolgsabhängigen Einwanderer-Prämie für Migranten ließe sich nach Ansicht des CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer der Fachkräftemangel in Deutschland lindern. Außerdem ließe sich damit auch die Jugendarbeitslosigkeit in südeuropäischen Ländern bekämpfen, sagte der Altöttinger Abgeordnete der Zeitung „Bild“ vom Montag. Die Prämie soll nach Mayers Vorstellung 1.500 Euro betragen und an Bedingungen wie einen Sprachkurs vor der Einreise und eine Probezeit geknüpft sein. Die Kosten für den Sprachkurs sollten erfolgreichen Bewerbern nachträglich erstattet werden.

Mayer erhoffe sich dadurch mittelfristig einen Rückgang des Fachkräftemangels in Deutschland sowie eine Entlastung der Sozialversicherungssysteme in südeuropäischen Ländern, so die Zeitung. Finanzieren ließe sich die Prämie durch ein Plus an Steuereinnahmen im Bundeshaushalt, sagte der CSU-Parlamentarier.

Doch Mayers Vorschlag stößt auf Skepsis. „Gute Fachkräfte kommen nicht extra wegen einer einmaligen 1.500 Euro-Pauschale nach Deutschland“, sagte der migrationspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Memet Kilic, am Montag in Berlin. Vielmehr brauche es ein „einfaches und durchdachtes Punktesystem“ sowie eine „diskriminierungsfreie Gesellschaft“.

kna

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