Demonstration gegen FPÖ-Kandidatin Rosenkranz

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Barbara Rosenkranz (FPÖ) will österreichische Bundespräsidentin werden.

Wien - Mit einem Lichtermeer aus Kerzen haben am Donnerstagabend mehrere Tausend Menschen in Wien gegen die Kandidatur der Rechtspopulistin Barbara Rosenkranz für das österreichische Präsidentenamt demonstriert.

Polizeiangaben zufolge versammelten sich rund 3000 Menschen auf dem Ballhausplatz vor dem Sitz des Präsidenten. “Rosenkranz steht für rassistische Politik. So eine Person darf Österreich nicht vertreten“, erklärte Wolfgang Moitzi von der Sozialistischen Jugend (SJÖ), die die von einer Facebook-Gruppe initiierte Demonstration unterstützte.

Die Kundgebung, die unter dem Motto “Lichtertanz gegen Rosenkranz“ stand, wurde auch von der jüdischen Gemeinde unterstützt. Ein Zeitzeuge des Nationalsozialismus, Richard Wadani, erklärte auf der Bühne: “Jede Stimme für Rosenkranz ist eine Schande für Österreich“.

Die 51-jährige Politikerin und Mutter von zehn Kindern gehört der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) an. Unter anderem hatte sie das in der österreichischen Verfassung verankerte Verbotsgesetz angegriffen, das die Leugnung des Holocaust und die Bildung national-sozialistischer Gruppierungen verbietet. Das Gesetz schränke das Recht auf freie Meinungsäußerung ein, meinte sie. Auch der Europäischen Union steht Rosenkranz weitgehend kritisch gegenüber.

Bei dem Urnengang am 25. April gilt die Wiederwahl des amtierenden Präsidenten Heinz Fischer als sicher. Umfragen zufolge könnte Rosenkranz aber auf bis zu 20 Prozent der Stimmen kommen.

dpa

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