Aus Seenot

Deutsche Marine rettet über 500 Flüchtlinge im Mittelmeer

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Das Versorgerschiff "Frankfurt am Main" beim Verlassen des Heimathafens

Tripolis - Die Besetzung der Einsatzgruppenversorgers "Frankfurt am Main" hat im Mittelmeer viele  Menschen aus Seenot gerettet. Die Flüchtlinge werden nach Sizilien gebracht.

Die "Frankfurt am Main" habe am Donnerstagvormittag zunächst 26 Menschen von einem Holzboot 70 Kilometer nordwestlich der libyschen Hauptstadt Tripolis gerettet, teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr am Freitag mit. In der Nähe wurde dann ein Schlauchboot gesichtet, von dem weitere 127 Menschen geborgen wurden.

537 Menschen an Bord

Später nahm der Einsatzgruppenversorger weitere 140 Menschen an Bord, darunter 13 Frauen und zehn Kinder. Nachdem die "Frankfurt am Main" von dem Hilfsschiff "Phoenix" der Hilfsorganisation Migrant Offshore Aid Station weitere 244 Menschen übernommen hatte, waren laut der Bundeswehr 537 Menschen an Bord, darunter 35 Frauen und 28 Kinder. Das Marineschiff ist Teil der EU-Marinemission "Sophia" im Kampf gegen Schlepper.

Die Flüchtlinge werden nun in den Hafen von Messina auf Sizilien gebracht. Laut der Bundeswehr wurden seit Anfang Mai 2015 mit Hilfe der deutschen Marine im zentralen Mittelmeer 15.019 Menschen aus Seenot gerettet. Zuletzt hat die Zahl der Flüchtlinge, die von Libyen aus versuchen, über das Mittelmeer nach Italien zu kommen, wieder deutlich zugenommen. Die meisten von ihnen stammen aus Ländern Afrikas.

AFP

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