Duisburgs OB Sauerland: Abwahl am Montag?

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OB Sauerland muss um sein AMt fürchten

Duisburg - Die Verantwortung für das Loveparade-Unglück will er nicht übernehmen. Dennoch muss Duisburgs OB Sauerland nun möglicherweise seinen Hut nehmen.

Der umstrittene Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) muss um sein Amt fürchten. In einer Sondersitzung des Stadtrats soll auf Antrag der SPD-Fraktion am 13. September über eine Abwahl des OB abgestimmt werden. Ob die hierfür benötigte Zweidrittelmehrheit zustande kommt, ist allerdings fraglich, da sich neben CDU-Vertretern auch grüne Ratsmitglieder hinter den Oberbürgermeister gestellt hatten. Sollte Sauerland abgewählt werden, müssten zudem noch die Bürger über seinen Abschied aus dem Amt entscheiden - es sei denn, der OB tritt selbst zurück.

Fotostrecke: Trauer nach dem Loveparade-Unglück

Loveparade-Katastrophe: Trauer im Unglückstunnel

Sechs Wochen nach der Loveparade-Katastrophe haben zahlreiche Menschen am Samstag den Duisburger Unglücksort aufgesucht - unter ihnen auch Opfer und Angehörige. Anlass war das offizielle Ende der Trauerzeit. © dpa
Sechs Wochen nach der Loveparade-Katastrophe haben zahlreiche Menschen am Samstag den Duisburger Unglücksort aufgesucht - unter ihnen auch Opfer und Angehörige. Anlass war das offizielle Ende der Trauerzeit. © dpa
Sechs Wochen nach der Loveparade-Katastrophe haben zahlreiche Menschen am Samstag den Duisburger Unglücksort aufgesucht - unter ihnen auch Opfer und Angehörige. Anlass war das offizielle Ende der Trauerzeit. © dpa
Sechs Wochen nach der Loveparade-Katastrophe haben zahlreiche Menschen am Samstag den Duisburger Unglücksort aufgesucht - unter ihnen auch Opfer und Angehörige. Anlass war das offizielle Ende der Trauerzeit. © dpa
Sechs Wochen nach der Loveparade-Katastrophe haben zahlreiche Menschen am Samstag den Duisburger Unglücksort aufgesucht - unter ihnen auch Opfer und Angehörige. Anlass war das offizielle Ende der Trauerzeit. © dpa
Sechs Wochen nach der Loveparade-Katastrophe haben zahlreiche Menschen am Samstag den Duisburger Unglücksort aufgesucht - unter ihnen auch Opfer und Angehörige. Anlass war das offizielle Ende der Trauerzeit. © dpa
Sechs Wochen nach der Loveparade-Katastrophe haben zahlreiche Menschen am Samstag den Duisburger Unglücksort aufgesucht - unter ihnen auch Opfer und Angehörige. Anlass war das offizielle Ende der Trauerzeit. © dpa
Sechs Wochen nach der Loveparade-Katastrophe haben zahlreiche Menschen am Samstag den Duisburger Unglücksort aufgesucht - unter ihnen auch Opfer und Angehörige. Anlass war das offizielle Ende der Trauerzeit. © dpa
Sechs Wochen nach der Loveparade-Katastrophe haben zahlreiche Menschen am Samstag den Duisburger Unglücksort aufgesucht - unter ihnen auch Opfer und Angehörige. Anlass war das offizielle Ende der Trauerzeit. © dpa
Sechs Wochen nach der Loveparade-Katastrophe haben zahlreiche Menschen am Samstag den Duisburger Unglücksort aufgesucht - unter ihnen auch Opfer und Angehörige. Anlass war das offizielle Ende der Trauerzeit. © dpa
Sechs Wochen nach der Loveparade-Katastrophe haben zahlreiche Menschen am Samstag den Duisburger Unglücksort aufgesucht - unter ihnen auch Opfer und Angehörige. Anlass war das offizielle Ende der Trauerzeit. © dpa
Sechs Wochen nach der Loveparade-Katastrophe haben zahlreiche Menschen am Samstag den Duisburger Unglücksort aufgesucht - unter ihnen auch Opfer und Angehörige. Anlass war das offizielle Ende der Trauerzeit. © dpa
Sechs Wochen nach der Loveparade-Katastrophe haben zahlreiche Menschen am Samstag den Duisburger Unglücksort aufgesucht - unter ihnen auch Opfer und Angehörige. Anlass war das offizielle Ende der Trauerzeit. © dpa
Sechs Wochen nach der Loveparade-Katastrophe haben zahlreiche Menschen am Samstag den Duisburger Unglücksort aufgesucht - unter ihnen auch Opfer und Angehörige. Anlass war das offizielle Ende der Trauerzeit. © dpa
Sechs Wochen nach der Loveparade-Katastrophe haben zahlreiche Menschen am Samstag den Duisburger Unglücksort aufgesucht - unter ihnen auch Opfer und Angehörige. Anlass war das offizielle Ende der Trauerzeit. © dpa

Sauerland: "Leide entsetzlich"

CDU und FDP werfen der Regierung vor, Unterlagen zurückzuhalten und nicht aufzuklären, was diese mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen bestreitet. Im Duisburger Stadtrat führte die Causa Sauerland zum Zerwürfnis bei den Grünen.

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Adolf Sauerland versucht bei all dem, ein ganz normaler Oberbürgermeister zu sein und nimmt wieder öffentliche Termine wahr. Er “leide entsetzlich“, sehe sich aber in der Pflicht, sein Amt weiter auszuüben und so an der Aufklärung der Geschehnisse mitzuwirken, sagt er. Davon konnten ihn bislang weder eine Unterschriftenaktion Duisburger Bürger noch Morddrohungen abbringen. Es bleibt abzuwarten, ob der Stadtrat seiner Amtszeit ein Ende setzt.

Gutachtenschlacht um Verantwortung

Auch sieben Wochen nach dem Unglück auf der Loveparade, bei dem 21 Menschen starben, ist ein Verantwortlicher noch nicht gefunden.  Die Diskussionen zwischen Stadt, Veranstalter Lopavent und Polizei  entwickelt sich zu einer wahren Gutachtenschlacht. Die Staatsanwaltschaft kämpft sich mit fünf Staatsanwälten und 83 Ermittlern durch die Aktenberge. Wer wirklich Schuld hat, ist durch all diese Gutachten jedoch keinesfalls geklärt. Die Staatsanwaltschaft wird noch Monate, vielleicht Jahre für ein Ergebnis brauchen.

dapd

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