Ehefrau von NSU-Angeklagtem schweigt

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Die Ehefrau des Angeklagten André E. verweigerte im NSU-Prozess vor dem Münchner Landgericht die Aussage.

München  - Im NSU-Prozess hat die Ehefrau des Angeklagten André E. erwartungsgemäß die Aussage verweigert. Der Zeugenauftritt dauerte nur zwei Minuten.

Die 32-Jährige widersprach auch der Verwertung ihrer Aussagen im Ermittlungsverfahren. André und Susann E. hatten recht engen Kontakt zu den im Untergrund lebenden mutmaßlichen Terroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) gehalten. Die Angeklagte Beate Zschäpe  nutzte zeitweise die Personalien von Susann E.. Als Ehefrau eines Angeklagten hat Susann E. ein Zeugnisverweigerungsrecht. Außerdem wird gegen sie selbst wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung ermittelt.

Im Laufe des Tages sollen noch mehrere Zeugen zum Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn 2007 gehört werden; außerdem ein Gast des Internetcafés in Kassel, in dem 2006 Halit Yozgat ermordet wurde. Insgesamt werden der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) zehn Morde zugerechnet. André E. ist unter anderem wegen Beihilfe zu einem Sprengstoffanschlag und Unterstützung einer terroristischen Vereinigung angeklagt.

dpa

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