Ende November in Dresden

Neuer Prozess wegen Volksverhetzung gegen Pegida-Chef Bachmann

+
Lutz Bachmann (l) bei den Pegida-Ausschreitungen während den Einheitsfeiern in Dresden.

Dresden - Der Prozess wegen Volksverhetzung gegen Pegida-Chef Lutz Bachmann wird neu aufgerollt. Das Landgericht Dresden verhandelt den Fall am 23. und 30. November.

Bachmann wird vorgeworfen, in Facebook-Kommentaren im September 2014 Flüchtlinge als „Viehzeug“, „Gelumpe“ und „Dreckspack“ bezeichnet zu haben. Der Mitgründer des islam- und fremdenfeindlichen Bündnisses war Anfang Mai vom Amtsgericht wegen herabwürdigender und hetzerischer Beleidigungen gegen Flüchtlinge zu einer Geldstrafe von 9600 Euro verurteilt worden. Der 43-Jährige bestreitet, Verfasser dieser Posts gewesen zu sein.

Die Staatsanwaltschaft hatte auch wegen Bachmanns vieler Vorstrafen eine Freiheitsstrafe von sieben Monaten ohne Bewährung gefordert. Die Verteidigung hatte einen Freispruch verlangt. Beide legten Berufung gegen das Urteil ein.

Bachmann, derderzeit seinen Lebensmittelpunkt offenbar nach Teneriffa verlegt, war bei den Pegida-Demonstrationen während der Einheitsfeiern in Dresden vor Ort. Dort soll er nach Informationen der "Berliner Morgenpost" am Hauptbahnhof gemeinsam mit weiteren Pegida-Anhängern den Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Ayman Mazyek, belästigt haben. Mazyek erklärte auf Twitter, er habe bei der sächsischen Polizei um Schutz vor den Pegida-Anhängern gebeten.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Schreckensnacht in Manchester: Tote bei Ariana-Grande-Konzert
Schreckensnacht in Manchester: Tote bei Ariana-Grande-Konzert
Nach Anschlag in Manchester: Tausende stellen sich gegen Angst und Terror
Nach Anschlag in Manchester: Tausende stellen sich gegen Angst und Terror
Bilder: Auto fährt am New Yorker Times Square in Menschenmenge  
Bilder: Auto fährt am New Yorker Times Square in Menschenmenge  
AfD bei der Bundestagswahl 2017: In neuer Umfrage hinter FDP und Linken
AfD bei der Bundestagswahl 2017: In neuer Umfrage hinter FDP und Linken

Kommentare