Engholm hofft auf Sarrazins freiwilligen Parteiaustritt

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Der ehemalige SPD-Vorsitzende Björn Engholm wünscht sich, dass Thilo Sarrzin selbst aus der SPD austritt.

Berlin - Der ehemalige SPD-Vorsitzende Björn Engholm wünscht sich ein freiwilliges Ausscheiden des scheidenden Bundesbankvorstandes Thilo Sarrazin aus der SPD.

Sollte Sarrazin seine umstrittenen Äußerungen zur Integrationspolitik nicht zurücknehmen, “würde ich mir wünschen, dass er die Partei von sich aus verlässt“, sagte Engholm den “Lübecker Nachrichten“ (Dienstagausgabe). In seinem Buch “Deutschland schafft sich ab“ habe der frühere Berliner Finanzsenator “pauschal ganze Gruppen von Menschen beleidigt, die hier bei uns leben“, betonte der ehemalige SPD-Vorsitzende.

Auch Sarrazins Interviewäußerungen im Zusammenhang mit der Buchveröffentlichung seien unhaltbar gewesen. Damit habe Sarrazin “klar gegen die Philosophie des SPD-Grundsatzprogramms verstoßen“, sagte Engholm. Der Parteiausschluss wäre nur noch zu umgehen, wenn Sarrazin “eine ganze Menge zurücknehmen“ würde, bliebe aber ansonsten das “allerletzte Mittel“. Neben dem Berliner Landesvorstand strebt inzwischen auch die Bundes-SPD einen Parteiausschluss Sarrazins an.

Björn Engholm war von 1991 bis 1993 Bundesvorsitzender der SPD und von 1988 bis 1993 Ministerpräsident in Schleswig-Holstein.

dapd

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