Nach Erdbeben: Grüne stellen AKW-Laufzeitverlängerungen infrage

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Renate Künast: “Wir beherrschen nicht die Natur, sondern die Natur herrscht über uns.“

Berlin - Der drohende Super-GAU in einem Atomkraftwerk in Japan wird in Deutschland zum politischen Thema: Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Renate Künast, sieht die Laufzeitverlängerung AKWs infrage gestellt.

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Zwar sei Deutschland kein Erdbebengebiet, sagte sie am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Dennoch zeige das Ereignis: “Wir beherrschen nicht die Natur, sondern die Natur herrscht über uns.“ Deshalb müsse die Frage gestellt werden, ob nicht die falschen Entscheidungen getroffen worden seien, zum Beispiel die falsche Entscheidung, zwölf Jahre Laufzeitverlängerung zu beschließen durch die schwarz-gelbe Bundesregierung.

Nach dem verheerendsten Erdbeben in der Geschichte Japans sind nach Behördenangaben Hunderte Tote zu beklagen. Das Beben der Stärke 8,9 ereignete sich am Freitag um 14.46 Uhr Ortszeit in einer Tiefe von zehn Kilometern rund 125 Kilometer vor der Ostküste Japans. Die folgende Flutwelle erreichte eine Höhe von sieben Metern und riss Schiffe, Autos, ganze Gebäude und tonnenweise Schutt und Geröll mit sich.

dapd

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