Bundesgerichtshof erlaubt Gentests an Embryonen

+
Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat  Präimplantationsdiagnostik für zulässig erklärt.

Leipzig - Der Bundesgerichtshof hat die Präimplantationsdiagnostik (PID) - also Gentests bei den aus künstlicher Befruchtung entstandenen Embryonen - für zulässig erklärt.

Dieses Verfahren zur Feststellung genetischer Defekte und Erbkrankheiten verstößt nicht gegen das Embryonenschutzgesetz, entschied der Fünfte Senat des BGH am Dienstag in Leipzig. Damit bestätigte er den Freispruch eines Berliner Frauenarztes. Der Mediziner hatte in den Jahren 2005 bis 2006 bei drei Paaren die im Reagenzglas befruchteten Eizellen vor dem Einsetzen in die Gebärmutter auf genetische Auffälligkeiten hin untersucht. In Abstimmung mit den Frauen ließ er die Embryonen mit einem Gendefekt absterben. Das Berliner Landgericht hatte ihn freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte jedoch gegen das Urteil Revision eingelegt, die der BGH nun abgewiesen hat. (Aktenzeichen: BGH 5 StR 386/09)

Diese Gesetze kassierten die Verfassungsrichter

Diese Gesetze kassierten die Verfassungsrichter

apn

Meistgelesen

Gewinner und Verlierer: Der Saarland-Wahltag in Bildern
Gewinner und Verlierer: Der Saarland-Wahltag in Bildern
Die Vereidigung von Bundespräsident Steinmeier im Ticker zum Nachlesen
Die Vereidigung von Bundespräsident Steinmeier im Ticker zum Nachlesen
Kabinett will verurteilte Homosexuelle rehabilitieren
Kabinett will verurteilte Homosexuelle rehabilitieren
Ticker: Brexit-Papier unterzeichnet - wie geht es nun weiter?
Ticker: Brexit-Papier unterzeichnet - wie geht es nun weiter?

Kommentare