Ermittler stellen NSU-Werbebrief sicher

Berlin - Ermittler haben auf einer Computerfestplatte gefährliche Daten gefunden. Die Bundesanwaltschaft erklärt, was das gefundene Material so brisant macht.

Auf einer Computerfestplatte aus dem Zwickauer Haus der Gruppierung “Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) haben Beamte eine Art Werbebrief der Terroristen entdeckt. “Wir haben einen solchen NSU-Brief auf einem Datenträger sichergestellt“, sagte der Sprecher der Bundesanwaltschaft, Marcus Köhler, am Dienstag auf dapd-Anfrage in Karlsruhe. Bislang gebe es aber “keine belastbaren Anhaltspunkte“ dafür, dass der Brief auch verschickt worden sei.

Der “Süddeutschen Zeitung“ zufolge wurde das Pamphlet mit dem Dateinamen “NSU Brief.cdr“ zuletzt am 5. März 2002 geändert. Zu diesem Zeitpunkt hatten die NSU-Terroristen bereits vier türkischstämmige Kleinunternehmer erschossen. In dem Brief, mit dem sie vermutlich Gleichgesinnte gewinnen wollten, heißt es laut der Zeitung: “Verfolgung und Strafen zwingen uns, anonym und unerkannt zu agieren.“

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesen

NSU-Prozess: Plädoyer stockt - das ist der Grund
NSU-Prozess: Plädoyer stockt - das ist der Grund
Neuregelung von Obamacare: Republikaner scheitern erneut
Neuregelung von Obamacare: Republikaner scheitern erneut
Tod von Helmut Kohl: Nun überwacht eine Videokamera sein Grab
Tod von Helmut Kohl: Nun überwacht eine Videokamera sein Grab
So vulgär beschimpft Trumps neuer Pressechef seine Kollegen im Weißen Haus
So vulgär beschimpft Trumps neuer Pressechef seine Kollegen im Weißen Haus

Kommentare