EU-Kommissar: Brexit wäre Herausforderung, keine Katastrophe

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Andriukaitis: "Wenn Deutschland oder Frankreich sich entschieden auszutreten, dann wäre es eine größere Herausforderung." Foto: Stephanie Lecocq/Archiv

Vilnius (dpa) - EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis sieht in einem möglichen Brexit nicht das Anfang vom Ende der Europäischen Union. "Großbritanniens Austritt wird eine sehr große Herausforderung sein, aber natürlich keine Katastrophe", sagte er im litauischen Radio.

"Wenn Deutschland oder Frankreich sich entschieden auszutreten, dann wäre es eine größere Herausforderung. Dann würden wir beginnen, über einige negative Szenarien zu reden." Andriukaitis zufolge untersucht die EU-Kommission die geopolitischen und technischen Folgen eines britischen Ausscheidens aus der Staatengemeinschaft.

Prognosen über das Ende oder einen Kollaps der EU schenke er aber keinen Glauben. "Ich gehöre zu denen, die unter den gegenwärtigen Umständen glauben, dass die EU die Krise überstehen wird", sagte Andriukaitis nach Angaben der Agentur BNS.

Die Briten stimmen am 23. Juni in einem Referendum über den Verbleib in der EU ab.

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