FDP-Politiker mit 89 Jahren gestorben

"Er hat Deutschlands Bild maßgeblich geprägt": Reaktionen auf Genschers Tod

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Die bundesdeutsche Politik zeigt sich erschüttert über den Tod von Hans-Dietrich Genscher.

Berlin/Bonn - Bestürzt haben Politiker aller Parteien auf den Tod des langjährigen FDP-Außenministers Hans-Dietrich Genscher reagiert. Lesen Sie die Reaktionen im Überblick.

Der langjährige Außenminister Hans-Dietrich Genscher ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Politiker aller Parteien reagierten bestürzt auf den Tod des FDP-Politikers. Eine Auswahl von Reaktionen:

Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Ich verneige mich in Hochachtung vor der Lebensleistung dieses großen liberalen Patrioten und Europäers.“ Merkel bleibe "persönlich für all die Gespräche und Begegnungen dankbar, bei denen ich bis in die letzten Jahre von seiner Welterfahrung und Lebensweisheit schöpfen durfte".

Bundespräsident Joachim Gauck: „Mit seiner Verlässlichkeit und seinem diplomatischen Geschick hat Hans-Dietrich Genscher unserem Land in der Welt ein Gesicht gegeben und das Vertrauen bei unseren Partnern gestärkt. Beharrlich, allgegenwärtig und mit feinem Gespür für historische Momente hat er das friedliche Zusammenwachsen unseres Landes und unseres Kontinents vorangetrieben.“

FDP-Parteivorsitzender Christian Lindner: „Seine Verdienste bleiben. Für seine liberale Partei war er ein väterlicher Freund, der uns bis zuletzt mit Rat und Tat zur Seite stand.“

Hans-Dietrich Genscher: Stationen seines Lebens

Hans-Dietrich Genscher (†89): Stationen seines Lebens

Philipp Rösler, ehemaliger FDP-Parteivorsitzender: „In tiefster Trauer und voll von unendlichem Respekt vor Hans-Dietrich Genschers Leistungen für Deutschland, Europa und die Welt.“

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker: „Genscher hat aufgerufen, für Europa einzutreten. Sein Vermächtnis ist Auftrag, weiter für Europas Frieden zu arbeiten.“

SPD-Vorsitzender und Vizekanzler Sigmar Gabriel: „Mit ihm verliert unser Land einen der ganz großen Liberalen, einen Anwalt der Verständigung und der steten Annäherung und eine einzigartige Persönlichkeit.“

Außenminister Franz-Walter Steinmeier (SPD): „Hans-Dietrich Genscher hat in seinem langen und bewegten Leben buchstäblich Geschichte geschrieben: die Geschichte unseres Landes, Deutschland, und Geschichte in Europa. Sein Platz in den Geschichtsbüchern ist ihm gewiss.“

Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD): „Er war ein kluger und strategischer Politiker, der sich mit seinem Einsatz für die deutsche und die europäische Einigung selbst ein Denkmal gesetzt hat.“

Bundestagspräsident Norbert Lammert: „Mit Hans-Dietrich Genscher verlieren wir einen der großen Liberalen unserer Zeit, eine herausragende Persönlichkeit, die eine ganze Epoche deutscher und europäischer Geschichte entscheidend mitgestaltet hat.“

CSU-Vorsitzender Horst Seehofer: „Mit Hans-Dietrich Genscher geht einer der ganz Großen.“

CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender Volker Kauder: „Wir sind dankbar für den Dienst, den er unserem Land erwiesen hat.“

Grünen-Parteivorsitzender Cem Özdemir: „Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen. Mit H.-D. Genscher verlieren wir einen großen Staatsmann. Er stand wie Brandt für die Öffnung Deutschlands.“

CSU-Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt: „Er hat Deutschlands Bild maßgeblich geprägt. Wie kaum ein anderer verkörperte er im Kalten Krieg den Einsatz für Freiheit und Frieden.“

"Genscher formte Deutschlands Rolle in der Welt"

Grünen-Parteivorsitzende Simone Peter: „Die FDP trifft es wirklich hart in diesen Tagen. Unser Beileid und Verneigung vor einem großen Politiker, Hans-Dietrich.“

Linken-Parteivorsitzender Bernd Riexinger: „Mit Hans-Dietrich Genscher verlieren wir einen großen Staatsmann. Seine Verdienste um die Wiedervereinigung und Europa werden bleiben.“

Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD): „Genscher war ein großer deutscher Politiker, der Deutschlands Rolle in der Welt geformt und gefestigt hat. Der friedliche Ausgleich von Interessen mit den Mitteln der Diplomatie war seine Mission.“

Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm (CDU): „Er war kein Zyniker der Macht, kein Funktionär, kein Dogmatiker, sondern vom Grunde seines Herzens freundlich und zugewandt.“

Stellvertretender CDU-Vorsitzender Armin Laschet: „Ein großer Staatsmann, ein großer Liberaler, ein großer Europäer - er stand für das Beste der Bonner Republik.“

dpa/Afp

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