Ex-Familienministerin wird Missbrauchs-Beauftragte

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Die frühere Familienministerin Christine Bergmann ( SPD) wird Missbrauchs-Beauftragte des Bundesregierung.

Berlin - Die frühere Familienministerin Christine Bergmann (SPD) soll neue Beauftragte der Bundesregierung für das Thema sexueller Missbrauch werden.

Das beschloss das Kabinett am Mittwoch in Berlin, wie die Nachrichtenagentur DAPD aus Regierungskreisen erfuhr.

Bergmann hat nach den Worten von Familienministerin Kristina Schröder (CDU) bereits große Engagement auf diesem Gebiet bewiesen. Unter der Verantwortung der damaligen Familienministerin Bergmann sei erstmals ein Aktionsplan der Bundesregierung zum Schutz vor sexueller Gewalt initiiert worden, erklärte Schröder am Mittwoch in Berlin. Zudem habe Bergmann in den vergangenen Jahren als Ombudsfrau für Hartz-IV-Streitfälle Erfahrung hat bei Vermittlung zwischen Privatpersonen und staatlichen Institutionen gesammelt.

Bergmann ist 70 Jahre alt und wurde in Dresden geboren. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Bergmann trat nach Angaben ihrer Partei direkt nach der Wende 1989 der SPD bei. 1990 wurde sie zur stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt, von April bis Juli 2004 war sie kommissarische Landesvorsitzende. Von 1995 bis 2004 war sie Mitglied des Parteivorstandes. Von Mai 1990 bis Januar 1991 stand Bergmann als Präsidentin der Berliner Stadtverordnetenversammlung vor. Von Oktober 1991 bis Oktober 1998 war sie Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin für Arbeit, Berufliche Bildung und Frauen. Von 1998 bis 2002 war sie Bundesministerin.

dpa/apn

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